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    Meine grünen Vorsätze

    Mit den Vorsätzen ist das ja immer so eine Sache. Meistens nimmt man sich viel zu viel vor, und nach kurzer Zeit sind die meisten Ideen auch schon wieder vergessen. Dabei sind Vorsätze per se nicht schlecht; denn es schadet sicher nicht, sich einmal im Jahr bewusst zu machen, mit was man zufrieden ist und was besser laufen könnte. Mir jedenfalls hilft es immer, mich am Jahresende in Ruhe darüber nachzudenken, was gut war und was ich gern ändern würde.

    2018 war für mich ein sehr tolles Jahr: Ich verbrachte viel Zeit mit Freunden und der Familie, reiste sehr viel und beschäftigte mich mit den Dingen, die mir Spaß machen. Natürlich gibt es dennoch einiges, das ich in diesem Jahr anders machen will. Dazu gehört insbesondere das Thema Nachhaltigkeit, das für mich in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden ist. Manche Dinge habe ich bereits verinnerlicht, wie etwa:

    • Ich habe beim Einkaufen eigene Tragetaschen dabei.
    • Ich trinke ausschließlich Leitungswasser und habe meist eine Trinkflasche aus Glas in der Tasche;
    • Ich kaufe viele Lebensmittel im Unverpacktladen oder Biomarkt ein.
    • Ich ernähre mich seit bald fünf Jahren vegetarisch, oft auch vegan.
    • Kleidung kaufe ich selten neu, und wenn dann in der Regel fair. Ansonsten kaufe ich sie im Secondhandladen, auf dem Flohmarkt, bei Kleiderkreisel oder tausche sie auf Partys.
    • Ich nutze elektronische Tickets, wann immer es möglich ist (zum Beispiel bei der Bahn).
    • Ich habe kein Auto; stattdessen nutze ich öffentliche Verkehrsmittel oder gehe zu Fuß.
    • Ich beziehe Ökostrom.
    • Ich leihe Bücher aus der Bibliothek oder kaufe sie gebraucht auf dem Flohmarkt. Ganz selten kommt mal ein neues Buch mit.
    • Ich kaufe viel weniger Zeitschriften als früher und lese mehr digital. (Auch wenn ich analoge Zeitschriften immer mehr lieben werde.)
    • Ich verzichte auf Kassenbons, wenn es geht.
    • Ich konsumiere allgemein wenig, kaufe mir selten etwas Neues. Davor schaue ich, ob ich es nicht doch gebraucht irgendwoher bekomme.

    Dennoch habe ich noch viele weitere Ideen, wie ich umweltbewusster leben kann. In diesem Post will ich deshalb meine Nachhaltigkeitsziele für 2019 mit euch teilen.

    Im Donautal

    1. Weniger fliegen.

    Fliegen hinterlässt sozusagen den tiefsten ökologischen Fußabdruck. Das kann man auch nicht schönreden (einen ausführlichen Blogpost zum nachhaltigen Reisen habe ich hier mal veröffentlicht). 2018 bin ich wahnsinnig viel geflogen:

    • nach Edinburgh,
    • Kroatien,
    • Israel
    • und Thailand.

    All diese Reisen waren großartige Erfahrungen – und ich bin auch sehr dankbar, dass ich sie machen konnte. Allerdings weiß ich auch, dass ich mein Flugpensum wieder drastisch reduzieren muss. Meine Trips nach Aarhus und Brüssel haben mir auch gezeigt, dass Bahnreisen sehr toll sein können.

    2019 möchte ich deshalb nur so viel fliegen wie nötig; am besten wäre natürlich gar nicht – aber das ist wohl unmöglich, denn ein Jahr ohne meine Schwester zu sehen würde ich kaum aushalten. Mein großes Vorbild an dieser Stelle ist auch meine Schwester: Sie und ihr Freund sind ohne Flugzeug von Deutschland bis nach (derzeit) Thailand gereist. Wer sich für ihre Weltreise ohne Flugzeug interessiert, hier kommt ihr zu ihrer Webseite.

    Ich habe aber auch Lust, noch mehr Orte mit dem Zug zu entdecken. Vielleicht fahre ich mal nach Schweden oder mit dem Nachtzug nach Österreich. Bucht man frühzeitig, ist das (mit BahnCard 25) auch recht günstig.

    Am Rhein

    2. Häufiger vegan essen.

    Im vergangenen Jahr habe ich mich bereits in der Fastenzeit komplett vegan ernährt. Das will ich auch in diesem Jahr wieder schaffen. Am liebsten würde ich meine Ernährung komplett von vegetarisch auf vegan umstellen. Einfach, weil diese Ernährungsform am umwelt- und tierfreundlichsten ist – und gesund. Wer noch mehr Argumente für eine vegane Ernährung sucht, der findet sie etwa hier.

    Im Moment schaffe ich das mit der veganen Ernährung aber noch nicht vollständig. Ich habe zum Beispiel noch keine Alternative für die Milch im Kaffee gefunden. Aber daran arbeite ich. Darüber hinaus will ich vermehrt darauf achten, regional und saisonal einzukaufen.

    3. Noch mehr auf Plastik verzichten.

    Dank der Unverpackt-Läden und dem Zero-Waste-Angebot im Supermarkt ist es nicht mehr so schwierig, weniger Plastik zu verbrauchen. Allerdings gibt es für mich auch in diesem Bereich noch ein paar Baustellen. Momentan kann ich beispielsweise noch nicht auf Zahncreme verzichten; auch wenn ich weiß, dass es Alternativen wie Tabletten gibt. Auch bei anderen Badsachen konnte ich mich noch nicht von gewohnten Produkten trennen. Immerhin: Ich bin mir dessen bewusst, dass ich die meisten Sache gerade noch aus Bequemlichkeit kaufe – und werde sie nach und nach durch plastikfreie Produkte ersetzen.

    Hinzu kommt, dass ich mir manchmal nicht sicher bin, was denn jetzt umweltschonender ist: der Biojoghurt aus der Region, den ich im Glas kaufen kann – oder der vegane Sojajoghurt im Plastikbecher? Bisher habe ich darauf keine Antwort.

    Und ja, man kann alle möglichen Dinge auch gut selbst herstellen. Aber alles Schritt für Schritt. Denn mit einem Vollzeitjob und einem Privatleben ist das alles nicht immer so einfach.

    4. Die Bank wechseln.

    Auch so eine Sache der Bequemlichkeit. Ich muss gestehen, dass ich seit Jahren bei der Deutschen Bank bin. Und das, obwohl ich weiß, dass dieses Bankhaus nicht gerade für seine guten Schlagzeilen bekannt ist. Das Konto errichtete ich damals, bevor ich nach Neuseeland ging. Denn dort hat die Deutsche Bank eine Partnerbank, bei der ich kostenlos Bargeld abheben konnte. Ein nettes Feature, aber das brauche ich schon lange nicht mehr.

    Und es gibt durchaus faire Alternativen. Deshalb werde ich in diesem Jahr die Bank wechseln. Welche genau es sein wird, darüber muss ich noch besser informieren.

    Hier findet ihr ein paar nachhaltige Banken.

    5. Insgesamt weniger konsumieren.

    Obwohl ich nicht viel kaufe und in einer kleinen Ein-Zimmer-Wohnung lebe, habe ich das Gefühl, zu viel zu besitzen. Ich möchte deshalb in diesem Jahr noch mehr ausmisten. „Neue“ Bücher dürfen erst wieder bei mir einziehen, wenn ich wirklich alle Bücher gelesen habe, die noch bei mir rumstehen. Meine Kleidung will ich noch mal komplett durchgehen und das, was ich nicht mehr trage, verkaufen, tauschen oder spenden. Allgemein will ich bewusster einkaufen.

    Und was sind eure Vorsätze? Habt ihr ähnliche Ziele? Oder Tipps, wie ich einzelne Punkte davon besser durchziehen kann? Ich würde mich sehr über Feedback freuen.

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