TRAVEL

TESTED

RECIPES

    SLOW FASHION SUSTAINABILITY

    Warum ich Kleiderfasten mache

    Seit 2009 faste ich zwischen Aschermittwoch und Karfreitag; allerdings nicht, weil ich gläubig bin. Stattdessen geht es mir darum, wieder bewusster zu konsumieren. Bisher bezog sich das nur auf meine Ernährung.

    Ich verzichtete bereits auf Zucker, Alkohol, Süßigkeiten, Kaffee, Fast Food und ernährte mich vegan. In diesem Jahr habe ich mich für etwas anderes entschieden: In der Fastenzeit möchte ich keine neue oder gebrauchte Kleidung kaufen.

    Ich habe ohnehin mehr als genug in meinem Schrank. Und obwohl ich regelmäßig ausmiste, alte Sachen verkaufe oder auf Kleidertauschpartys weitergebe, gibt es immer noch viele Kleidungsstücke, die ich einfach nie anziehe. Das entspricht übrigens auch einer Greenpeace-Studie von 2015. Demnach bleiben viele Kleidungsstücke im Schrank; gleichzeitig kaufen wir Deutschen aber im Schnitt 60 neue Teile jedes Jahr. Nachhaltig ist was anderes.

    Warum ich sie trotzdem im Schrank habe?

    Ich weiß es nicht. Manche Teile warten noch auf den richtigen Anlass, andere haben für mich einen emotionalen Wert – sie erinnern mich an besondere Momente mit besonderen Menschen.

    Bis Ostern will ich versuchen, mit nur 40 Teilen auszukommen (Hashtag #40Tage40Teile).

    Wie habe ich die 40 Teile ausgesucht?

    Einen Plan hatte ich zunächst nicht; ich habe mich ganz normal angezogen. Das aus dem Schrank geholt, was ich mag, in dem ich mich wohlfühle. Nach ein paar Tagen fing ich dann aber an, alles mal genau aufzuschreiben – um besser einschätzen zu können, ob ich hinkomme.

    Wie sieht meine Kleiderauswahl aus?

    In die Auswahl geschafft haben es:

    1. Ein Wintermantel
    2. Eine Übergangsjacke
    3. Eine grau melierte Mütze
    4. Eine schwarze Mütze
    5. Ein Schal
    6. Handschuhe
    7. Ein paar weiße Chucks
    8. Sportschuhe
    9. Schwarze Nikes
    10. Unterwäsche
    11. Socken
    12. Strumpfhosen
    13. Schlafsachen
    14. Sportsachen
    15. eine schwarze Skinny Jeans
    16. eine graue Skinny Jeans
    17. eine graue Stoffhose
    18. ein grauer Faltenrock
    19. ein grauer gerader Rock
    20. ein weiß-blau gemusterter Rock für wärmere Tage
    21. ein dunkelblaues Kleid
    22. eine graue Strickjacke
    23. ein grüner Blouson
    24. ein weiß-beigefarbener Oversize-Pulli
    25. ein beigefarbener Strickpulli
    26. ein dicker grauer Pulli
    27. ein dünner grauer Pulli
    28. ein schwarzer Strickpulli
    29. ein weiß-schwarzer Strickpulli
    30. ein blauer Pulli
    31. ein weißes Shirt mit Print
    32. ein weißes Shirt
    33. ein schwarzes Shirt
    34. ein graues Shirt
    35. ein schwarzes Top
    36. ein blaues Top
    37. ein blaugestreiftes T-Shirt
    38. ein Bikini
    39. eine Leggins
    40. noch offen

    Ihr seht: Allzu bunt wird es in der Zeit nicht. Ich habe recht viele graue, schwarze und weiße Basics gewählt, die sich gut kombinieren lassen. Dazu ein paar blaue Highlights, etwas Grün und Beige – fertig. Im Prinzip unterscheidet sich die Auswahl nicht allzu sehr von meinem sonstigen Kleidungsstil. Was ich nach einer Woche bereits festgestellt habe: Ich überlege morgens nicht mehr so lange, was ich anziehe. Vielleicht spare ich durch dieses Prinzip also sogar etwas Zeit.

    Und auch wenn ich sonst Kleidung meistens Secondhand oder fair kaufe: Ich konsumiere in der Fastenzeit einfach mal keine Kleidung mehr. Und das fühlt sich gut an. Darüber hinaus werde ich versuchen, meinen Kleiderschrank noch einmal komplett auf den Kopf zu stellen – und zu prüfen, was ich davon gern anziehen würde und was jetzt – dieses Mal wirklich! – endlich weg kann. Im Idealfall habe ich danach also neue Lieblingsteile ausgemacht und weniger Zeug.

    Unter dem Hashtag #fastingfashion könnt ihr verfolgen, wie das Experiment weitergeht.

    Sabine (ahungrymind) und Wiebke (sloris) sind auch dabei. Wenn ihr noch einsteigen wollt, dann verwendet doch einfach den Hashtag. Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

  • TESTED

    Etwas Urlaub für zu Hause mit Cheeeze

    2018 bin ich verrückt viel unterwegs gewesen. Zu viel schon, um ehrlich zu sein – dieses Jahr möchte ich auf jeden Fall weniger fliegen (mehr über meine Umweltziele habe ich schon…

  • SUSTAINABILITY

    Meine grünen Vorsätze

    Mit den Vorsätzen ist das ja immer so eine Sache. Meistens nimmt man sich viel zu viel vor, und nach kurzer Zeit sind die meisten Ideen auch schon wieder vergessen. Dabei…

  • INSPIRATION

    Sechs Instagrammerinnen für eine bessere Welt

    Selfies mit perfekt geschminkten Gesichtern, sportliche Körper, durchgestylte Wohnungen, coole Partys, nice Outfits – Instagram ist meistens eher eine Plattform der Oberflächlichkeiten. Menschen mit Meinungen und Tiefe, die sich für die…

  • TRAVEL

    A Weekend in Edinburgh

    So spontan (und unvorbereitet) wie nach Edinburgh bin ich zuvor noch nie gereist: Am Mittwochmittag habe ich meinen Flug gebucht, am Donnerstagmorgen saß ich schon im Flieger und um neun Uhr…

  • 12 in 12

    Meine Entdeckungen im April und Mai

    Und auf einmal ist es fast schon Juni – verrückt. Da so viel bei mir los war, bin ich nicht so zum Bloggen gekommen, wie ich mir das eigentlich Anfang des…

  • TRAVEL

    48 Stunden in Aarhus

    Neulich bin ich spontan nach Aarhus gefahren. Vor meinem Trip wusste ich kaum etwas über Dänemarks zweitgrößte Stadt: Klar, es ist eine Studentenstadt, es gibt ein tolles Kunstmuseum, das ARoS, 2017…

  • 12 in 12

    Meine Entdeckungen im März

    Der März war sehr intensiv – ich hatte Besuch, es war eisig kalt in Hamburg, ich habe Heilfasten ausprobiert und kurzfristig einen Trip nach Aarhus gemacht und spontan einen weiteren für…

  • TRAVEL

    72 Hours in Marrakech

    In Marrakesch begann unser Marokko-Abenteuer. Zwei Tage und drei Nächte verbrachten wir in der Metropole – und waren davon überrascht, verliebt in die Farben und etwas überfordert ob der ganzen Eindrücke…