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    12 in 12

    Meine Entdeckungen im April und Mai

    Und auf einmal ist es fast schon Juni – verrückt. Da so viel bei mir los war, bin ich nicht so zum Bloggen gekommen, wie ich mir das eigentlich Anfang des Jahres mal vorgenommen habe. Aber so ist das ja mit Vorsätzen – sie sind zum Scheitern verurteilt. Jedenfalls war ich in den vergangenen zwei Monaten in Aarhus (spontan), Stuttgart (geplant), Edinburgh (super spontan) und Brüssel (geplant); ich hatte sehr viel Besuch, war für einen Tag an der Ostsee, genauer gesagt am Strand von Laboe bei Kiel; ich hab viel mit Freunden unternommen, neue Leute kennengelernt und den Hamburger Frühling genossen, der sich gerade mehr wie Sommer anfühlt. Alles sehr schön, aber auch sehr viel. Die Zeit dazwischen habe ich gefühlt nur mit Waschen, Putzen und Packen verbracht.

    Trotzdem blieb in den ruhigen Momenten und während der vielen Bahnfahrten etwas Zeit zum Lesen und Entdecken.

    Hier sind meine zwölf Funde der vergangenen acht Wochen.

    Was ist »12 in 12«?
    Die Idee dahinter ist einfach: zwölf Empfehlungen in zwölf Monaten. Ich teile in der Serie Entdeckungen aus verschiedenen Bereichen: Buch-, Film- oder Reisetipps, Texte, Inspirationen und alles, was mir sonst in den Weiten des Internets oder analog begegnet.

    Ich freue mich natürlich auch über eure Monatsempfehlungen – sei es in den Kommentare, auf Facebook, per Mail oder auf meinen anderen Kanälen!

    1. Buch: »Anleitung zum Unglücklichsein« – Paul Watzlawick

    Ich habe mir eigentlich vorgenommen, keine Bücher mehr zu kaufen. Schließlich stapeln sich die Secondhand-Funde bereits in meiner kleinen Wohnung. Neulich war ich aber auf dem Flohmarkt und musste doch wieder Bücher mit heimbringen; darunter auch Watzlawicks Anleitung zum Unglücklichsein.

    Ein herrliches Buch, das sich wegen der kurzen Kapitel perfekt auch in der U-Bahn lesen lässt. Auch wenn es teils nicht mehr zeitgemäß ist, ich mochte es sehr.

    Außerdem habe ich Matthias Polityckis »Schrecklich schön und weit und wild. Warum wir reisen und was wir dabei denken« gelesen; teilweise fand ich es sehr inspirierend, teils aber auch nervig. Politycki reiht an manchen Stellen einfach nur Anekdoten aneinander, viele Geschichten hat er nicht mal selbst erlebt.

    Aber es macht schon Lust aufs Reisen und es hat mich zum Nachdenken angeregt, warum ich reise, wie ich reise und wohin ich noch möchte.

    2. Film: »Transit«

    Ich war zum ersten Mal endlich im Filmraum, einem winzigen Programmkino. Und das ist fast schon etwas peinlich, schließlich ist das Kino der Straße, in der ich seit über einem Jahr wohne. Meine Ausreden: Anfangs war ich mit der Masterarbeit beschäftigt, später sprachen mich die Filme nicht so an oder sie liefen zu komischen Uhrzeit. Ist natürlich alles Quatsch – schließlich ist es nur eine Frage der Prioritäten.

    Jedenfalls haben eine Freundin und ich uns »Transit« angesehen. Der Film erzählt die Geschichte von Georg (Franz Rogowski), der auf Umwegen nach Frankreich flüchtet. Um nach Mexiko ausreisen zu können, braucht er bestimmte Papiere, sogenannte Transits. Während er darauf wartet, lernt er Marie Weidel (Paula Beer) kennen.

    Eine dramatische Geschichte, die Elemente aus dem Zweiten Weltkrieg mit der Gegenwart verknüpft – mal geschickt, mal etwas holprig. Insgesamt aber durchaus sehenswert.

    Geeignet für: Paula Beer-Fans

    3. Serie: »Dark«

    Eigentlich wollte ich »Dark« schon vor Monaten anschauen; dann kamen aber andere Serien dazwischen und irgendwie dauerte es etwas, bis mich die Serie so richtig hatte. Die letzten paar Folgen habe ich dafür quasi direkt hintereinander geschaut.

    Und ja, »Dark« erinnert tatsächlich an »Stranger Things«, aber ich fand die Story von »Dark« sogar noch ansprechender, da realistischer. Arg viel mehr will ich dazu gar nicht schreiben, ich würde sonst nur etwas spoilern.

    4. Musik: »Hunger« – Florence and the Machine

    Florence and the Machine habe ich besonders früher viel gehört. Jetzt hat die Band einen neuen Song herausgebracht, »Hunger«. Und ich fühle mich wieder wie damals mit 19, als ich die Band auf dem Southside entdeckt habe – schön.

    5. Podcasts

    Irgendwie habe ich in der vergangenen Zeit kaum Podcasts gehört – nur mal beim Sport. Meistens höre ich A Mindful Mess von Dariadaria, Frisch an die Arbeit von ZEIT ONLINE, den #twentysomething-Podcast von Lina Mallon oder scrolle durch, was gerade so neu ist.

    6. Texte: »Opfer unserer Kleidung« und »Brechts Territorium«

    Am Freitag erschien die letzte Ausgabe von SPIEGEL DAILY, seit Montag gibt es SPIEGEL Plus. Ich habe ein paar Tage bei DAILY aushelfen dürfen, dabei sind mitunter diese beiden Texte entstanden:

    • Fünf Jahre nach dem Unglück der Textilfabrik Rana Plaza hat sich nicht viel verändert. Ein Text über die Alternativen zur Fast Fashion. Hier geht’s zum Text.
    • Für die Reiserubrik, 1 Stadt, 21 Fragen, habe ich über meine Studienstadt Augsburg geschrieben – wo es den besten Kuchen gibt, welche Orte toll sind und welche man eher vermeiden sollte. Hier geht’s zum Text.

    7. Rezept: Italienische Obsttörtchen

    Die Sommerferien in meiner Grundschulzeit verbrachten wir am südlichen Ende Italiens, in Kalabrien. Eines meiner Highlights waren die Fruchttörtchen, Pasticcini, die wir ab und zu in einer Bäckerei gekauft haben. Vor ein paar Jahren habe ich sie mal nachgemacht – mit einem Mürbteig, Erdbeeren, Kiwis, Blaubeeren und Bananen. Das war zwar lecker, aber diese süße Sahne wie dort, die hat gefehlt. Allein wegen der Törtchen würde ich noch mal hinfahren. Im Sommer denke ich immer oft daran zurück. Wenn jemand also ein gutes Rezept hat: Ich würde mich sehr freuen. Vielleicht probiere ich erst mal das hier aus.

    8. Reise: Edinburgh

    Noch nie habe ich eine Reise so spontan geplant wie den Trip nach Edinburgh: Am Mittwochmittag habe ich den Flug gebucht, spätabends gepackt und um 6 Uhr in der Früh saß ich schon im Flugzeug. Und ja, ich versuche, aufs Fliegen zu verzichten. Aber manchmal geht es leider nicht ohne – bald mehr darüber auf dem Blog. Jedenfalls war diese kurze Reise eines meiner Highlights in diesem Jahr. Manchmal sind spontane Dinge eben die besten.

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    9. Insta-Account: juliaslieblinge

    Julia lebt gerade das, wovon viele träumen: Sie ist mit dem VW-Bus, Wilma, in Europa unterwegs – Stichwort #vanlife. Im Moment ist die 27-Jährige aus Köln in Kroatien, sie war aber auch schon in Slowenien und in Österreich. Und ihre Eindrücke sind so schön – ich würde am liebsten sofort selbst aufbrechen. Hier geht’s zu ihrem Insta-Account.

    10. Blogpost: »10 Praxistipps für weniger Gerümpel«

    In meiner Utopie, da bin ich Minimalistin. Als ich vor dreieinhalb Jahren nach Hamburg gezogen bin, kam ich schließlich nur mit zwei Backpacks her. Allerdings hatte ich damals ein möbliertes Zimmer und konnte alle Sachen in der Küche und im Bad mitnutzen. Seit einem Jahr wohne ich alleine – dementsprechend brauche ich einfach mehr. Aber ich sehne mich nach weniger. Wenn es etwas ruhiger wird, werde ich mal wieder ausmisten. Die Tipps dazu gibt’s hier.

    11. Ort: Arthur’s Seat

    Die vergangenen Wochen habe ich so viele verschiedenen Orte gesehen – ich glaube, mein Gehirn verarbeitet diese ganzen Eindrücke noch immer.

    Dennoch hat mir ein Ort besonders gefallen: Arthur’s Seat.

    Das ist der größte der sieben Hausberge in Edinburgh. An unserem letzten Abend sind wir auf die Klippen davor gewandert; der Weg nach oben ist nicht besonders anspruchsvoll und man gelangt recht schnell hoch. Und es lohnt sich: Denn von hier hat man einen wunderschönen Blick auf Edinburgh. Wir waren bei Sonnenuntergang oben – leider schob sich eine Wolke vor die Sonne, aber es war trotzdem toll.

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    Und es machte Lust auf die schottische Natur – zu gern hätte ich einen Roadtrip in die Highlands gemacht. Ich werde auf jeden Fall irgendwann wieder herkommen und mir mehr von Schottland ansehen. Für den Blogpost über Edinburgh bearbeite ich gerade noch die Fotos – ich hoffe, ich kann ihn kommende Woche live stellen.

    12. Inspiration: Greenbloggers in Hamburg

    Im April und Mai habe ich bei einem Brunch und einem Frühstück endlich mal ein paar der nachhaltigen Bloggerinnen in echt getroffen, denen ich schon seit Längerem folge: Wiebke von sloris, Miriam von trulyyours, Charlotte Weise, Bina von Stryle_tz, Phoebe von phoenomenal, Sophie von helllaut und natürlich Sabine von ahungrymind; wobei Sabine und ich uns schon länger kennen. Jedenfalls war es sehr schön, alle mal richtig zu sehen und mit ihnen zu reden.

    Ich hoffe, dass wir das bald mal wieder schaffen. Und vielleicht kommen ja noch ein paar dazu – ich würde mich freuen.

    Wenn ihr Empfehlungen habt – ich freue mich immer über Tipps. Egal, ob Filme, Orte, Bücher oder sonst etwas, was euch begeistert hat.

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