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    12 in 12

    Meine Entdeckungen im März

    Der März war sehr intensiv – ich hatte Besuch, es war eisig kalt in Hamburg, ich habe Heilfasten ausprobiert und kurzfristig einen Trip nach Aarhus gemacht und spontan einen weiteren für Brüssel (im Mai) gebucht. Am Karfreitag ging die Fastenzeit zu Ende und ich bin froh, meinen Kaffee endlich wieder zu haben.

    Hier sind meine zwölf Entdeckungen der vergangenen vier Wochen.

    Was ist »12 in 12«?
    Die Idee dahinter ist einfach: zwölf Empfehlungen in zwölf Monaten. Ich teile in der Serie Entdeckungen aus verschiedenen Bereichen: Buch-, Film- oder Reisetipps, Texte, Inspirationen und alles, was mir sonst in den Weiten des Internets oder analog begegnet.

    Ich freue mich natürlich auch über eure Monatsempfehlungen – sei es in den Kommentare, auf Facebook, per Mail oder auf meinen anderen Kanälen!

    1. Buch: »Die Geschichte des verlorenen Kindes« – Elena Ferrante

    Ich bin großer Ferrante-Fan, ich geb’s ja zu. Mitte März habe ich endlich Teil drei der neapolitanischen Saga – »Die Geschichte der getrennten Wege« – aus der Bibliothek ausgeliehen und innerhalb kürzester Zeit gelesen. Normalerweise leihe ich Bücher immer oder ich kaufe sie gebraucht; da der dritte Teil aber mit einem Cliffhanger endete und ich den vierten Band wegen der vielen Vorbestellungen gar nicht mehr vormerken konnte, kaufte ich das vierte und letzte Buch der Geschichte. Und ich wurde nicht enttäuscht.

    Teil 4 der Elena-Ferrante-Bücher

    Teil vier überraschte mich nochmals, die Charaktere entwickeln sich so, wie ich es nicht erwartet hätte und ich hatte mir ein anderes Ende erhofft. Aber ich mochte das Buch trotzdem. Arg viel verraten will ich an dieser Stelle aber nicht.

    Geeignet für: Alle, die die Geschichte von Lenù und Lila genauso lieben

    2. Film: »Die Verlegerin«

    Steven Spielbergs Drama »Die Verlegerin« spielt in den Siebzigerjahren und handelt von der Veröffentlichung der Pentagon Papers. Meryl Streep wurde für ihre Rolle als Katherine Graham, die Herausgeberin der »Washington Post«, mit dem Oscar nominiert.

    Insgesamt fand ich den Film nicht schlecht – er hat mich aber auch nicht umgehauen.

    Die Handlung war natürlich wegen des geschichtlichen Backgrounds keine große Überraschung; allerdings wird die Geschichte durch den Film einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Den Charakter der Verlegerin fand ich etwas dünn. Wahrscheinlich musste er aber genau so sein, denn es zeigt, wie wenig Frauen damals (und leider oft auch heute noch) in männerdominierten Berufen zu sagen haben und wie wenig sie wahrgenommen werden. Dennoch hätte ich mir von „Kay“, wie Graham auch genannt wird, mehr erhofft.

    Geeignet für: Politik- und geschichtsinteressierte Zuschauer

    3. Serie: »Love – Staffel 3«

    Ja, noch eine eher cheesy Serie, aber was soll’s. Manchmal muss es eben etwas Seichtes sein.

    Ich mochte die Geschichte um Mickey (Gillian Jacobs) und Gus (Paul Rust) von Anfang an. Die Charaktere sind authentisch, nicht alles ist perfekt. Schließlich ist Mickey alkohol- und sexsüchtig.

    In Staffel 3 – übrigens auch die letzte der Serie – ist alles etwas glatter, softer und leider auch langweiliger. Mir fehlen die Konflikte, die Staffel 1 so interessant gemacht haben. Die Nebencharaktere und -handlungen werden mehr in den Fokus gerückt, was ich auch nicht so spannend fand. Und ja, auch hier fand ich das Ende enttäuschend. Leider, denn ich hätte Staffel 3 wirklich gern gemocht. Aber natürlich konnte ich trotzdem nicht aufhören, die Serie anzuschauen.

    4. Musik: »(Lover) You Don’t Treat Me No Good« – Chet Faker

    Ach, all diese Gefühle, Chet. Aber ich mag’s irgendwie.

    5. Podcast: »Hab ich Heimweh?« – Lina Mallon / #twentysomething Podcast

    Heimweh, was ist das eigentlich? Ich selbt hatte nur ein einziges Mal Heimweh, zumindest erinnere ich mich nur daran. Und zwar war das in Neuseeland, als meine Oma gestorben ist und ich mit meiner Trauer (größtenteils) alleine war.

    Lina Mallon spricht in dieser Folge über das Heimweh – und warum es auch mal gut ist, das zu haben. Eine sehr reflektierte Folge, die ich sehr gerne angehört habe. Auch wenn mir das Gefühl eher fremd ist. Insgesamt mag ich den #twentysomething Podcast sehr gerne. Lina schafft es, ihre Gedanken klar auf den Punkt zu bringen, sie spricht über ein breites Spektrum an Themen – schlechte Dates, Selbstentwicklung, das Reisen, Social Media und gefühlt über alles, was einem so im Kopf schwirren kann. Und: Sie hat eine sehr angenehme Stimme. Ich bin auf jeden Fall ein Fangirl.

    Hamburg, Straße an der Außenalster

    6. Text: »Ich werde nie wieder die Welt sehen«

    Der Journalist und Autor Ahmet Altan wurde gemeinsam mit fünf anderen Journalisten zu lebenslanger Haft verurteilt. Angeblich, weil er etwas mit dem Putschversuch 2016 zu tun hatte. In einem Gastbeitrag schreibt er über das Urteil – und was es für ihn bedeutet. Ein zwar kurzes, aber sehr eindrückliches Stück.

    »Wir werden den Rest unseres Lebens alleine in einer Zelle verbringen, die drei Meter lang und drei Meter breit ist. Wir werden eine Stunde am Tag die Sonne sehen. Wir werden nie begnadigt werden und im Gefängnis sterben.«

    Hier geht’s zum Text.

    7. Rezept:

    Die Fastenzeit ist vorbei – Ostern war folglich wieder mal für mich ein Zuckerfest. Demnächst will ich zwar auch unbedingt mal etwas backen, aber ich habe auch Lust, auf Frisches, auf Gesundes. Und am besten saisonal.

    In diesem Blogpost teilt Monique 39 saisonale Rezepte für den April. Mal schauen, was ich davon ausprobiere.

    8. Reise: Aarhus

    Da ich den Karfreitag kurzfristig freibekam, buchte ich spontan Zugtickets nach Aarhus und ein Apartment via Airbnb. Das Ganze sogar zu bezahlbaren Preisen. Ich war selbst ganz überrascht, wie einfach das alles war und wie gut es im Nachhinein auch geklappt hat.

    Meine Lieblingsstraße Møllestien

    Dieser Kurztrip tat so gut – mal rauszukommen, Zeit für mich, zum Fotografieren, für Kultur und Kaffee zu haben – ich bin sehr dankbar dafür, dass ich reisen kann.

    Einen kleinen Travelguide gibt’s in den kommenden Tagen auf dem Blog.

    9. Insta-Account: @kea_schreibt

    Kea schreibt – über Feminismus, Borderline, Gedichte, Persönliches. Ach, ich kann das alles gar nicht in Worte fassen, was Kea da auf Instagram schafft. Neulich hat sie die #femaleempowermentchallenge gestartet, und hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich mitgemacht.

    Kea ist ehrlich, offen und spricht die Themen an, die auch mal unangenehm sind, die sonst totgeschwiegen werden. Und es wichtig, dass sie es tut. Und sie inspiriert mich, selbst mehr (Gutes!) zu schreiben. Aber es ist auch einfach schön, ihre Gedanken zu lesen, Teil davon zu sein. Danke dafür!

    Hier geht’s zu ihrem Account.

    10. Blogpost: »7 Kosmetikmarken, die nicht so gut sind, wie du denkst«

    Nicht jedes Produkt, das den Schriftzug »Naturkosmetik« auf sich trägt und für sich deklariert, hat es auch verdient. Utopia zeigt, wie bekannte Marken tricksen, die mit dem Öko-Image werben. Natürlich war mir klar, dass es viel Greenwashing gibt. Das, was diese Firmen machen, ist aber mehr als dreist. Sie lassen die Konsumenten in dem Glauben, etwas Gutes zu tun, etwas zu kaufen, das der Umwelt nicht schadet. Doch oft ist das leider falsch.

    Um welche Produkte es sich konkret handelt und welche Firmen uns täuschen, lest ihr hier.

    11. Ort: Literaturhaus in Hamburg

    Mit das Beste daran, Besuch zu bekommen: Ich lerne jedes Mal neue Ecken von Hamburg kennen. Wie bereits geschrieben, war Anfang März meine Freundin Maren bei mir. Obwohl es irre kalt war – minus 13 Grad, what! –, trauten wir uns raus und entdeckten das Literaturhaus.

    Literaturhaus

    In der Villa sind eine kleine Buchhandlung mit wahnsinnig schönem Ausblick auf die Außenalster und ein Café; ab und zu finden dort auch Lesungen, Diskussionen und Konzerte statt.

    12. Inspiration: Mapify-App

    Ich liebe das Reisen – dementsprechend probiere ich auch gern neue Apps aus, die damit zu haben. Vor Kurzem habe ich Mapify heruntergeladen. Das Ganze ist eine Art Mischung aus Instagram (schöne Fotos und Texte teilen), Pinterest (man kann Ziele auf einer Bucketliste oder in Sammlungen bündeln) und klassischer Reise-App (zu den Destinationen gibt es Infos – etwa die Währung).

    Bisher sind noch nicht so viele Leute dort aktiv, sodass es logischerweise nicht zu jedem Ort Infos und Bilder gibt. Aber wenn die App noch etwas wächst, ist das eine schöne Möglichkeit, um Geheimtipps von anderen Reisenden zu bekommen – die vielleicht nicht gerade im Reiseführer stehen.

    Sonnenuntergang an der Außenalster

    Wenn ihr Empfehlungen habt – ich freue mich immer über Tipps. Egal, ob Filme, Orte, Bücher oder sonst etwas, was euch begeistert hat.

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