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    Ein Tagestrip ins Alte Land

    »Fahr ins Alte Land zur Blüte«, sagt sie mir jedes Frühjahr. Es sei wunderschön dort. Vor vielen Jahren sei sie mit meiner Oma, ihrer Schwiegermutter, hingefahren. Meine Oma habe darauf bestanden. Ich kann sie mir gut vorstellen: Die Frau mit den lockigen braunen Haaren und den dauernd blinzelnden Augen, die nie stillsitzen konnte. Und der man nie etwas ausreden konnte.

    Also bin ich dieses Jahr endlich mal hingefahren, ins Alte Land. Und, ich gebe es ungern zu, aber meine Mutter hatte natürlich recht:

    Es ist wunderschön dort.

    In Jork

    Hinkommen

    Die Fahrt von Hamburg nach Jork mit Zwischenhalt in Buxtehude dauert zwischen einer und anderthalb Stunden. Die letzte Strecke mit dem Elbe-Rad-Bus kostet extra; für fünf Euro bekommt man ein Tagesticket, das man auch auf der Fähre nutzen kann.

    Das Alte Land

    Das Alte Land ist das größte zusammenhängende Obstbaugebiet Nordeuropas. Deswegen strebt die Region es auch an, als Weltkulturerbe von der Unesco anerkannt zu werden. Besonders zur Kirsch- und Apfelblüte sowie zur Erntezeit ist die Gegend bei Touristen beliebt.

    Ortskern von Jork

    Als ich in Jork aussteige, packe ich gleich die Kamera aus: Direkt an der Bushaltestelle stehen mehrere Zierkirschbäume mit so dichter Blüte, dass ich an Pompons denken muss, wie Cheerleader sie tragen

    Altländer Blütentour

    Eigentlich erkunde ich Orte am liebsten zu Fuß. Das Alte Land ist als Radgegend bekannt; da ich zurzeit aber kein Fahrrad habe, entschloss ich mich, eine Tour mit einem der Doppeldecker-Busse zu machen.

    Der Doppeldecker-Bus

    Wie erwartet, sitze ich dann also mit sehr vielen Rentnern und wenigen Familien im Bus (immerhin oben und am Fenster). Ich hatte darauf gehofft, während der Fahrt viel fotografieren zu können. Long story short: Dem ist nicht so. Zwar ist das Deck offen, allerdings kann man die Fenster nicht herunterfahren.

    Aber die Tour ist trotzdem interessant; ich erfahre viel über das Alte Land. Wir passieren mehrere Dörfer, immer wieder am Deich und blühenden Kirschbäumen vorbei. Fast noch schöner sind die filigran verzierten Häuser. Als endlich die Elbe hinter dem Deich erscheint, macht es kurz »ohhhh« durch den Bus und Handys werden gezückt.

    Blick aus dem Bus auf den Deck

    Dennoch würde ich die Tour nicht noch mal machen. Immerhin: Ich habe einen kleinen Überblick über die Region bekommen und weiß, wohin ich das nächste Mal hinwill.

    Die Stationen der Tour waren:

    • Jork
    • Mittelnkirchen
    • Steinkirchen
    • Grünendeich
    • Hollern-Twielenfleth
    • Lühe
    • Wisch
    • Borstel

    Wir haben allerdings nicht gehalten, sondern sind nur durchgefahren.

    Ausblick während der Fahrt

    Und sonst?

    Jork ist super hübsch – erwartet aber nicht zu viel, man ist schnell durchspaziert. Viele Häuser sind in dem typischen altländer Stil gehalten und es gibt im Dorf selbst schon viele Kirsch- und Apfelbäume zum Fotografieren

    Hauptstraße in Jork

    Überall in der Gegend gibt es Hofcafés, in denen man sich mit frischem Obst eindecken, aber auch Kaffee trinken und Kuchen essen kann.

    Ich war im Hofcafé Feindt, das ist circa 700 Meter von der Touristinformation in Jork entfernt. Das Beste daran: Man sitzt in einem großen Garten, umgeben von Kirschbäumen.

    Das Rathaus

    Seid ihr schon mal im Alten Land gewesen? Was darf man nicht verpassen?

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