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    12 in 12

    Meine Empfehlungen im Juni

    In den vergangenen Wochen hatte ich viel Besuch und war dementsprechend viel unterwegs – so konnte ich noch einmal ganz neue Facetten von Hamburg kennenlernen und war nach Ewigkeiten wieder mal in Bremen. Endlich habe ich auch wieder etwas Zeit zum Fotografieren gefunden. Daneben blieb trotz allem etwas Zeit fürs Lesen, Filme schauen und entdecken – beziehungsweise ich nehme sie mir einfach, weil ich gemerkt habe, wie wichtig das mittlerweile für mich geworden ist.

    Meine Entdeckungen der vergangenen vier Wochen findet ihr in diesem Blogpost.

    Was ist »12 in 12« überhaupt?
    Die Idee dahinter ist einfach: zwölf Empfehlungen in zwölf Monaten. Ich teile in der Serie Entdeckungen aus verschiedenen Bereichen: Buch-, Film- oder Reisetipps, Texte, Inspirationen und alles, was mir sonst in den Weiten des Internets oder analog begegnet.

    Ich freue mich natürlich auch über eure Monatsempfehlungen – sei es in den Kommentare, auf Facebook, per Mail oder auf meinen anderen Kanälen!

    1. Buch: »Der Lärm unserer Zeit« – Julian Barnes

    »Der Lärm unserer Zeit« stand schon lange auf meiner Leseliste. Im Mai hab ich’s endlich geschafft, das Buch zu lesen. Irgendwie hab etwas ganz anderes erwartet, aber ich mochte den Roman.

    »Schicksal. Das war nur ein großes Wort für etwas, das man nicht ändern konnte. Wenn das Leben ‚Also‘ sagte, dann nickte man und nannte es Schicksal.«

    Das Buch handelt von dem russischen Komponisten Schostakowitsch; es geht darum, wie seine Kunst vom Regime Stalins verboten wird, von Unterdrückung und dem Gefühl, jederzeit und überall verhaftet zu werden. Gleichzeitig erfährt der Leser auch etwas über Schostakowitschs Privatleben und wie er über alles denkt, was er fühlt und fürchtet.

    Alles in allem gefiel mir das Buch, weil es einen in eine (für mich) komplett andere Zeit, ja eine andere Welt bringt. Der Schreibstil Barnes‘ ist recht klar und nüchtern, was das Lesen sehr angenehm macht.

    »So sollte man lieben – furchtlos, schrankenlos, ohne einen Gedanken an ein Morgen. Und dann, hinterher, ohne Reue.«

    Geeignet für: Leute, die sich für die Geschichte der Sowjetunion und Musik interessieren / Fans von Kafkas »Der Prozess«

    2. Film: »My Blueberry Nights«

    Nora Jones, Jude Law und Blaubeerkuchen – kann eigentlich nicht so schlecht sein, dachte ich mir, als ich den Film ins Suchfeld von Netflix getippt hatte. Der Film passt eigentlich nicht so zu dem, was ich sonst angucke. Aber irgendwie mochte ich ihn trotz der kitschigen, recht vorhersehbaren Story: Er ist unaufgeregt, die Bilder sind stimmig (erinnerten irgendwie an einen Tumblr-Blog) und die Musik von Jones ist einfach sehr entspannend.

    Fun fact: Laut IMDb mögen weder Nora Jones noch der Regisseur Wong Kar-Wai Blaubeerkuchen.

    Passt wahrscheinlich aber eher zu einem verregneten Herbst-Abend.

    Geeignet für: Fans von Nora Jones und/oder Jude Law und/oder Blaubeerkuchen

    3. Rezept: Zitronen-Ingwer-Limonade

    Eigentlich trinke ich neben Kaffee fast nur Leitungswasser; ab und zu darf’s aber auch etwas mit Geschmack sein. Besonders, wenn es heiß ist. Neulich habe ich mal Zitronen-Ingwer-Limonade selbst gemacht – bestimmt nicht zum letzten Mal.

    Ihr braucht:

    • 1l kochendes Wasser
    • etwas Ingwer
    • Saft einer Zitrone
    • 2 EL Zucker
    • ggf. Zitronenscheibe, Minze, Eiswürfel zum Servieren

    Eine Anleitung, wie’s geht, findet auf dem Blog von Clara aka Tastesheriff.

    Geeignet für: Alle, die sich an lauen Sommerabenden nach einer kühlen Erfrischung sehen.

    4. Reise: Pamir Highway

    Die meisten Reise-Inspirationen oder Sehnsuchtsorte finde ich in der Regel (nur noch) über Instagram; so auch dieses Bild vom Pamir Highway. Vor ein paar Jahren habe ich einen jungen Mann interviewt, der nur mit dem Fahrrad Tausende Kilometer durch die Welt gefahren ist – unter anderem auch über den Pamir Highway. Leider konnte ich das Interview nie fertigstellen, aber die Geschichte dahinter fasziniert mich bis heute. Gerne würde ich auch einmal eine längere Radreise machen; vielleicht erst einmal um den Bodensee. Man muss ja klein anfangen.

    5. DIY: Aquarell-Bild im Großformat

    Wenn man so durch Pinterest scrollt, könnte man meinen, jeder Interior-Blogger verschönert sein Wohn- oder Schlafzimmer gerade mit einer Wand im Aquarell-Stil. Wer’s nicht ganz so krass haben will, für den ist vielleicht dieses DIY interessant.

    Dabei schneidet ihr einfach einen Stoff im Aquarell-Stil zu, befestigt ihn an einer Holzleiste, bastelt eine Halterung und ab damit an die Wand. Eine genaue Anleitung findet ihr hier.

    6. Text: »Diskriminierung: Fragt mal was anderes!«

    »Woher kommst du eigentlich wirklich?« – diese Frage müssen sich nach wie vor viele (junge) Deutsche anhören, deren Eltern (teils) im Ausland geboren wurden. Eine Frage, die nervt. Warum, dass schreiben Jean-Paul Ziegler und Susan Djahangard auf ZEIT ONLINE. Ein spannender und wichtiger Text über Alltagsdiskriminierung.

    In Anbetracht der Tatsache, dass heutzutage jeder fünfte Deutsche ausländische Wurzeln hat, verwundert es sehr, dass die Herkunftsfrage immer noch so oft gestellt wird.

    Hier geht’s zum Text.

    7. Song: »Daydreaming« – Groenland

    Wenn ich etwas für die Masterarbeit lese, verzichte ich meistens auf Musik. Allerdings halte ich nie richtig lange durch, da ich so gut wie immer irgendetwas anhöre. Ablenken sollten die Lieder aber auch nicht, sondern eher ruhig sein.

    Irgendwie so bin ich dann auf »Daydreaming« von Groenland gekommen, einer Indie-Band aus dem kanadischen Montreal. (Ich mag die Spotify-Version mehr, aber der Einfachheit halber das YouTube-Video.)

    Geeignet für: Flaneure und Feel-Good-Indie-Lovers

    8. Magazin: »Frankie«

    »Frankie«, das ist ein australisches (Online-)Magazin. Thematisch spielen sämtliche Lifestyle-Bereiche mit rein wie Kunst, Design, Fotographie, Selbstgemachtes, Mode, Musik, Bücher, Filmen, Interior sowie Essen. Also von allem ein bisschen.

    Aber genau das mag ich auch an »Frankie«. Denn es sind mal nicht diese ganzen harten Themen, mit denen ich mich sonst in meinem (Berufs-)Alltag beschäftige. Sondern Themen zum Wohlfühlen. Für die man auch mal nicht unbedingt großartig nachdenken muss, die man einfach so wegrezipieren kann.

    Da das gedruckte Magazin bei uns sehr teuer ist wegen des Imports, lese ich bisher nur online. Hier geht’s zur Website.

    Geeignet für: Liebhaber der schönen Dinge im Leben, Vintage-Fans, Girls

    9. Fotografie: »Damals jung, heute über 100 Jahre alt«

    Der tschechische Fotograf Jan Langer hat über 100-Jährige genau so porträtiert, wie sie in jungen Jahren fotografiert wurden. Entstanden sind sehr schöne ästhetische Fotos, die den Wandel der Zeit bemerkbar machen. Sehr sehenswert!

    Zum Fotoprojekt geht’s hier.

    10. Blogpost: »Ping Pong« von Kathrin Wessling

    Dass Kathrin Wessling* großartig schreiben kann, muss ich an dieser Stelle eigentlich nicht sagen. Mache ich aber gerne trotzdem.

    Neulich hat sie auf ihrem Blog eine Begegnung in der U-Bahn aufgeschrieben, »Ping Pong« steht darüber.

    Und genau dieses Hin und Her habe ich auch schon ein paar Mal erlebt – leider mit dem gleichen fehlenden Mut, leider ohne Happy End.

    Irgendwie schön, wenn andere ähnliche Erfahrungen machen und dieses Gefühl, das bleibt, genauso aufschreiben, wie man es empfunden hat. Chapeau, Kathrin!

    Hier kommt ihr zum Post.

    *Für diejenigen, die Kathrin nicht kennen: get to know her

    11. Erkenntnis: »Every moment matters«

    Jeder Moment zählt – das habe ich diesen Monat wieder mal besonders gemerkt. Denn selbst innerhalb kürzester Zeit kann man wahnsinnig viel erleben, sehen, schaffen. Man muss nur seine Prioritäten manchmal anders setzen, sich bewusster Zeit nehmen für eine Person, für eine Sache.

    12. Inspiration: Plastikfreies Badezimmer

    Mittlerweile bin ich bereits von flüssiger Seife auf feste umgestiegen; in meinem Zahnputzbecher steht eine aus Bambus. Nach und nach möchte ich auf plastikfreie Alternativen umsteigen.

    Inspiration dafür habe ich auf dem Blog von Eva gefunden, die bereits sämtliche Plastiktiegel und -tuben aus ihrem Bad verbannt hat.

    Hier findet ihr den Blogpost mit ein paar Ideen zum Selbermachen.

    Und, was waren eure Entdeckungen des Monats?

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