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    Heiligenhafen: Ein Tag am Meer

    Der Wind weht durch meine Haare, meine Füße versinken etwas im Boden. Ich muss lächeln: Endlich stehe ich wieder am Meer.

    Der Himmel ist grau, die tosenden Wellen auch. Ich bin mir sicher: Es war die richtige Entscheidung hierher zu fahren, an die Ostsee, nach Heiligenhafen.

    Heiligenhafen: Dünen und Häuser
    Graswarder

    Denn manchmal, da brauche ich sie einfach, diese kleine Auszeit vom Alltag. Dann ist mir Hamburg gleichzeitig zu groß und zu klein, aber vor allem: zu voll. Und obwohl ich Berge inzwischen auch sehr liebe, gibt es für mich kaum etwas Entspannederes, als am Meer zu sein. Zuzuschauen, wie die Wellen brechen und die Füße in den Sand zu graben. Die Möwen zu beobachten. Oder einfach in die endlos erscheinende Weite zu starren.

    Dünen, Strand und Meer in Heiligenhafen
    Dünen und Meer

    Warum ich mich für Heiligenhafen entschieden habe

    Die Idee, einen Kurztrip ans Meer zu machen, hatte ich recht spontan. Bisher war ich erst einmal an der Nordsee, in Sankt Peter Ording. Trozdem fiel die Entscheidung auf Heiligenhafen, einer Kleinstadt an der Ostseeküste. Das lag vor allem daran, dass ich dort so kurzfristig noch eine Unterkunft gefunden habe – in der Bretterbude. Hinzu kam, dass ich noch nie dort war und das Wetter besser sein sollte als an der Nordseeküste.

    Heiligenhafen ist circa 120 Kilometer nordöstlich von Hamburg gelegen, mit dem Zug und Bus braucht man zwei bis zweieinhalb Stunden hin.

    Meer und Himmel
    Zunächst war es richtig grau, windig und regnerisch, später kam die Sonne doch noch raus.

    Über die Bretterbude

    Die Bretterbude gehört zu den Heimathafen Hotels, sie befindet sich auf der Halbinsel Graswarder.

    Die Idee dahinter:

    »Eine günstige, aber stylishe Übernachtungsmöglichkeit für junge Leute auf die Beine stellen – unaufgeregt, sportlich, mit Ecken und Kanten.«

    Bretterbude
    Hotel Bretterbude in Heiligenhafen
    Bretterbude

    So war mein Aufenthalt

    Tatsächlich ist die Atmosphäre sehr entspannt gewesen; das Personal war sehr nett und hilfsbereit und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben ein Upgrade gekriegt.

    Und so kam es, dass ich in der Trap Butze geschlafen habe – Meerblick und Balkon inklusive. Besser hätte ich es kaum haben können. Das Bett war auch wirklich bequem, die Sofaecke auch. Das Bad ist ein bisschen klein, aber war vollkommen ausreichend.

    Hotelzimmer Bretterbude
    Ich in der Trap Butze

    Das Beste ist aber natürlich, das Meer direkt vor der Haustür zu haben. Dieses Gefühl allein, morgens die Vorhänge aufzuschieben und das Meer zu sehen – unbeschreiblich.

    Zur Bretterbude gehören auch ein Restaurant (Strandschuppen) sowie eine Bar (Spelunke). Das Essen im Hotel fand ich gut. Abends hatte ich Spaghetti mit Tomatensauce und Rucola – simpel, aber lecker. Das Frühstücksbuffet war eher Standard: Brot, Brötchen, viel Käse und Wurst, Obst, Müsli, Eier. Ich habe natürlich trotzdem etwas gefunden. Aber es gab nichts Außergewöhnliches und vegan zu essen, wäre etwas schwierig gewesen.

    Insgesamt fühlte ich mich in der Bretterbude aber sehr wohl und würde noch mal hingehen. Vielleicht teste ich dann auch die Sauna oder mache bei einem Yoga-Kurs mit.

    Bretterbude
    Seebrückenpromenade 4
    23774 Heiligenhafen
    Website

    Das kann man in Heiligenhafen unternehmen

    Segeln, (Kite-/ Wind-) Surfen, Paddeln, Tauchen, Schwimmen – Heiligenhafen ist vor allem bei Wasserportler*innen beliebt. Ich habe nichts davon gemacht – es wäre auch zu kalt für das meiste davon gewesen. Trotzdem hatte ich eine gute Zeit.

    Aussichtsturm im Naturschutzgebiet von Graswarder, einer Halbinsel von Heiligenhafen
    Aussichtsturm im Naturschutzgebiet

    Ich war lange auf der Halbinsel Graswarder spazieren, bin auf den Aufsichtsturm im Naturschutzgebiet des Nabu gestiegen und auf die 435 Meter lange Seebrücke. Und natürlich habe ich viele, viele Fotos gemacht. Im Café Sutsche habe ich bei einem Milchkaffee und warmem Apfelkuchen etwas meine Gedanken aufgeschrieben, später auf meinem Hotelzimmer die „Zeit“ gelesen.

    Brücke, Meer und wolkenverhangener Himmel in Heiligenhafen
    Seebrücke

    Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, kann das Heimatmuseum besuchen. Ansonsten kann man auch einfach ein bisschen durch die Gassen, am Yachthafen bzw. am Alten Hafen spazieren. Oder im Aktiv-Hus entspannen.

    Welche Orte an der Ostsee könnt ihr empfehlen?

    * Ich habe den Aufenthalt in der Bretterbude selbst bezahlt und bekomme auch nichts dafür, dass ich darüber schreibe.

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