12 in 12

Meine Entdeckungen im Februar

Den Februar mag ich im Jahr eigentlich am wenigsten – es ist kalt, nass und ungemütlich draußen. Und es dauert noch so ewig, bis es endlich warm ist.

Dieser Februar war aber trotz viel Arbeit echt gut: Ich hab viel mit Freunden unternommen, regelmäßig Sport gemacht, bin trotz schlechten Wetters oft spazieren gewesen, war nach Ewigkeiten wieder mal im Kino und auf einer Kleidertauschparty mit Sabine von A Hungry Mind und hab etwas ausgemistet und Zeit fürs Fotografieren gefunden.

Hier sind meine zwölf Entdeckungen der vergangenen vier Wochen.

Was ist »12 in 12«?
Die Idee dahinter ist einfach: zwölf Empfehlungen in zwölf Monaten. Ich teile in der Serie Entdeckungen aus verschiedenen Bereichen: Buch-, Film- oder Reisetipps, Texte, Inspirationen und alles, was mir sonst in den Weiten des Internets oder analog begegnet.

Ich freue mich natürlich auch über eure Monatsempfehlungen – sei es in den Kommentare, auf Facebook, per Mail oder auf meinen anderen Kanälen!

1. Buch: »Stille – ein Wegweiser« – Erling Kagge

Erling Kagge ist ein norwegischer Verleger und Autor – und Abenteurer. Er hat als Erster die drei Pole erreicht, den Süd- und Nordpol sowie den Mount Everest.

In diesem Buch beschreibt er, was Stille ist, wieso wir sie brauchen und wie er (die so gut wie) absolute Stille erreicht. Gleichzeitig erfährt man auch etwas von seinen Expeditionen. Ein gutes Buch, um mal abzuschalten und sich nur auf den Moment zu konzentrieren.

Geeignet für: Alle, die sich nach etwas mehr Stille im Alltag sehnen

2. Film: »The Shape of Water«

Eigentlich bin ich kein so großer Fan von Monstern. Trotzdem war ich in »The Shape of Water« im Kino. Darin verliebt sich die Putzfrau Elisa in einen monsterartigen Fischmann. Die Optik des Films hat mir sehr gefallen, genauso die Musik. Allerdings muss ich leider sagen, dass ich von der Handlung etwas enttäuscht war. Ich fand sie etwas dünn und hatte mir mehr erhofft. So war es einfach nur ein Hollywood-Actionfilm mit einer etwas anderen Verpackung.

Geeignet für: Fans von Regisseur Guillermo del Toro

3. Serie: »Everything Sucks«

Okay, ich gestehe: Ich schaue oft trashige Serien auf Netflix. Ich würde super gerne »Dark«, »House of Cards« oder »Black Mirror« weiterschauen. Nach der Arbeit bin ich aber oft zu müde und brauche irgendetwas Unanstrengendes, bei dem ich nebenher etwas auf dem Handy rumdaddeln oder etwas anderes machen kann. So bin ich dann auch bei »Everything Sucks« gelandet.

Die Serie spielt in den Neunzigern, genauer gesagt 1996, an der Boring High School. Es geht ums Erwachsenwerden, die erste Schwärmerei, Freundschaft und Suche nach der eigenen Identität. Alles natürlich etwas klischeehaft, aber ich finde, die Serie trifft’s ganz gut.

Geeignet für: Fans der Neunzigerjahre

4. Musik: »Whispered Words« – Dan Auerbach

Ich höre meistens Musik, die mich an etwas oder jemanden erinnert. Dan Auerbach ist einer dieser Interpreten, der mich gedanklich wieder nach Augsburg bringt und mich die Nächte dort wieder durchleben lässt. Eine schöne Melancholie. Überhaupt mag ich (soweit ich weiß) alles von Dan Auerbach.

5. Podcast: »Frisch an die Arbeit – mit Linda Zervakis«

Linda Zervakis ist eine meiner Lieblingsmoderatorinnen. Im Podcast »Frisch an die Arbeit« von ZEIT ONLINE spricht sie Disziplin und Demut, über ihre Kindheit in eher bescheidenen Verhältnissen und wieso sie ohne Arbeit komplett verlottern würde.

Etwas, mit dem ich mich sehr identifizieren kann: »Ich kann arbeiten bis zum Umfallen und bin mir für nichts zu schade«, sagt sie im Podcast.

Meine eigene Kindheit war auch nicht immer einfach. Ich habe früh angefangen, auf meine Ziele hinzuarbeiten.

Ich hatte sehr viele Aushilfsjobs, um mir meine Reisen zu finanzieren – angefangen als Babysitterin.

  • Später habe ich Nachhilfe in Französisch gegeben,
  • in einer Fabrik am Fließband gearbeitet und Äpfel sortiert (danach habe ich immer wie ein Apfelbaum gerochen),
  • bin im Strandbad an der Spüle und an der Kasse gestanden,
  • hab gekellnert
  • und in einem Bekleidungsgeschäft gearbeitet.
  • Zwischendurch habe ich immer mal wieder bei der Inventur von Supermärkten und Drogeriemärkten geholfen.
  • In Neuseeland habe ich mich dann mit Feldarbeit über Wasser gehalten – Unkraut jähtend auf einem Weinberg, Kiwis pflückend und mit Apple Thinning (dabei wird immer ein Apfel am Zweig entfernt, damit die anderen schön groß werrden können). Ich wollte in Neuseeland eigentlich auch kellnern, aber die Café-Besitzerin war so crazy, dass ich nach zwei Tagen aufgehört habe; sie wollte mir keine Fragen beantwortet, hat mir nicht erklärt, wie die Kasse funktioniert oder wo irgendwelche Dinge stehen und ja, es war sehr kompliziert.
  • Im Bachelor habe ich dann noch im Kino an der Kasse gearbeitet
  • und war in der Einrichtungshölle von Depot beschäftigt. Dabei habe ich festgestellt, dass mir Deko absolut egal ist und ich schlecht bin im Schleifen binden. Aber hey, ich war jung und brauchte das Geld.

Vor und während meines kompletten Studiums habe ich ein Praktikum beim Radio, eins bei einer Lokalzeitung, eins in einer iPad-Redaktion, drei bei Onlineredaktionen gemacht und angefangen, als freie Journalistin zu arbeiten.

Außerdem habe ich geholfen, das Hochschulmagazin in Augsburg herauszugeben – ich war dort mehr als ein Jahr Chefredakteurin. Und ich will hier gar nicht angeben, wie hart ich arbeiten kann. Ich will damit nur zeigen, dass man es schaffen kann – wenn man für seine Träume kämpft und nicht aufgibt.

Heute bin ich sehr froh, dass ich das machen kann, was ich immer machen wollte: als Journalistin arbeiten.

Ich weiß, dass das ein großes Privileg ist. Und ich bin sehr dankbar dafür. Und ich weiß, was harte Arbeit ist und bin mir auch für nichts zu schade.

Hamburger Speicherstadt

6. Text: »Maybe you should just be single«

Bist du weiblich, in deinen Zwanzigern und Single? Dann machst du vielleicht gerade alles genau richtig. Warum, das erklärt Laurie Penny in diesem Stück wunderbar.

Single zu sein wird in unserer Gesellschaft oft schlecht gemacht – anscheinend ist man nur durch an einen Partner an seiner Seite komplett. Alleine zu sein reicht offensichtlich nicht aus. Laurie Penny räumt mit diesen Stigmata auf, sie erklärt, warum das Quatsch ist. Und beschreibt dabei die Höhen und Tiefen, die sie selbst durchlaufen hat. Und warum manche Männer Einhörner sind.

»We are supposed to downplay our intelligence, to worry if we have more financial or professional success than our partner. We can be creative and ambitious, but never more so than the men in our lives, lest we threaten them. And there are so few men that are worth making that sort of sacrifice for.«

Hier geht’s zum ganzen Text.

7. Rezept: vegane Pfannkuchen

Ich faste gerade. Sprich: Ich verzichte auf all die (für mich) leckeren Dinge im Leben – Kaffee, Süßes, Fast Food, Zucker (so gut es geht). Und ich versuche, mich bis Ostern vegan zu ernähren.

So bin ich spontan darauf gekommen, ein veganes Pfannkuchen-Rezept auszuprobieren.

Ihr braucht:

  • 1 Tasse Mehl
  • 1,5 Tassen Alpro-Sojamilch (light) – geht sicher auch mit anderer Pflanzenmilch, aber ich hatte die gerade da
  • 1 Tasse Apfelmus
  • Kokosöl zum Ausbacken

Alles zu einem glatten Teig verrühren, in einer Pfanne in Kokosöl auspacken, warm servieren.

Wer lieber andere Pfannkuchen mag, hier habe ich mal mein gewöhnliches Rezept gepostet.

8. Reise: Kroatien

Meine Reisepläne in diesem Jahr ändern und erweitern sich dauernd. Jetzt steht auf einmal Kroatien oben auf der Bucket List. Mit einer Freundin würde ich gern einen kleinen Roadtrip machen – inklusive Wandern in einem Nationalpark und etwas Entspannen am Meer. Noch ist nichts gebucht, wir haben nichts wirklich geplant, aber die Idee, die gibt es.

Wie immer: Wenn ihr Tipps habt, teilt sie gerne in den Kommentaren – ich freue mich über jeden.

9. Insta-Account: berosa_gogreen

Sabrina verbringt gefühlt ihr halbes Leben auf irgendwelchen Bergen – egal, wie viel Schnee da gerade liegt und wie anstrengend der Weg ist. Auf Insta nimmt sie ihre Follower dabei oft mit und teilt super schöne Panorama-Bilder.

Was mir aber am meisten an ihrem Kanal gefällt:

Sie hat mich dazu inspiriert, selbst wieder mehr raus in die Natur zu gehen, zu wandern. Und das auch mal allein.

Hier geht’s zu ihrem Profil.

10. Blogpost: »Nachhaltig in der Küche«

Auf ihrem Blog teilt Katja Tipps, wie man nachhaltiger leben kann. In diesem Post geht es darum, wie man seine Küche umweltfreundlicher gestalten kann, welche plastikfreien Alternativen es so gibt, wie man gegen den Verschwendungswahnsinn vorgeht und wie nachhaltig die Einrichtung sein kann.

Hier geht’s zum Beitrag.

11. Ort: Stade

Anfang Februar bin ich für einen Tagesausflug nach Stade gefahren. Vom Hamburger Hauptbahnhof aus sind es mit der S-Bahn rund 60 Minuten. Ich hatte nicht viel Ahnung von Stade, kannte im Prinzip nur ein Motiv von Instagram.

Stade

An dem Tag, als ich hinfuhr, schneite es die ganze Zeit – und alles sah mit dem Schnee noch schöner aus, es waren kaum Menschen auf den Straßen, alles war ruhig. Dieser kleine Ausflug tat total gut, um einfach mal rauszukommen – aber Stade ist auch echt schön. Wenn ihr also in der Nähe seid: Fahrt hin!

In diesem Post teile ich ein paa Tipps mit euch, was ihr dort so machen und sehen könnt und wo es leckeren Kuchen gibt.

12. Inspiration

In der Fastenzeit versuche ich auch, plastikreduziert zu leben. Das klappt gerade mal mehr, mal weniger gut. Denn mein Problem ist: Manche vegane Produkte gibt es gar nicht oder nur selten (und teuer) im Glas, so wie Joghurt und Pflanzenmilch. Natürlich könnte ich diese Sachen auch selbst herstellen – ich bezweifle allerdings, dass mein Mixer das mitmachen würde. Und davon abgesehen habe ich leider auch nicht die Zeit dazu.

Anyways: Anna von Annanikabu, Laura von The OGNC und Marilena haben eine schöne Blogparade gestartet: #40tageplastikfrei leben. Auf ihren Blogs erfahrt ihr mehr über das Experiment und findet Tipps, wie ihr selbst plastikreduzierter leben könnt.

Wenn ihr Empfehlungen habt – ich freue mich immer über Tipps. Egal, ob Filme, Orte, Bücher oder sonst etwas, was euch begeistert hat.

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4 Comments

  • Reply
    Paleica
    März 26, 2018 at 9:33 am

    die bilder, mit denen du den post geschmückt hast, sind wundertoll <3 und danke auch für den tipp des instagram-accounts, die dame hat wirklich ein paar coole orte in meiner umgebung dabei :)

    • Reply
      copycat
      April 2, 2018 at 7:16 pm

      Danke, du Liebe! :) das freut mich sehr

  • Reply
    Laura
    Februar 28, 2018 at 10:30 pm

    Ein schöner Rückblick. Den Beitrag von amourexe werde ich mir gleich mal genauer ansehen! :)
    Ganz lieben Dank für deine Erwähnung. <3

    Liebe Grüße
    Laura

  • Reply
    Anna
    Februar 28, 2018 at 9:31 pm

    Vielen Dank, dass du unsere #40Tageplastikfrei Challenge geteilt has! Wir freuen uns, wenn umso mehr Leute darauf aufmerksam werden und vielleicht nach und nach immer mehr Menschen ihren Konsum ein wenig bewusster angehen!

    Libe Grüße
    Anna

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