12 in 12

Meine Empfehlungen im Februar

Im Januar war ich nur zwei Wochen in Hamburg – die waren dafür umso intensiver. Ich arbeitete viel und entschied mich, 2017 neu anzufangen – mit meinen Vorsätzen, die ich seit Längerem habe, mit der Masterarbeit richtig durchzustarten, noch mehr Berufserfahrung zu sammeln und irgendwann auch umzuziehen.

Anfang Januar war ich noch in Wien, bei meiner Freundin Natalia zu Besuch, und bei meiner Schwester in Stuttgart.

Die letzten beiden Januarwochen verbrachte ich auf Reisen, in Marokko und auf Gran Canaria. Und ich bin unglaublich dankbar dafür, dass ich das machen konnte – ich weiß, dass es mir unglaublich gut geht und schätze das alles sehr. 

Anfang Februar bekam ich Besuch von meiner Schwester und von einer meiner Freundin Cori – auch sehr schön. So kam es, dass ich endlich mal wieder in der Kunsthalle, zweimal im Kino, im Museum für Kunst und Gewerbe, zweimal auf der Elbphilharmonie und auch noch einmal Chocoversum war – mein Kulturprogramm ist diesen Monat damit wohl ziemlich abgehandelt, haha. Dennoch blieb noch etwas Zeit für neue Entdeckungen, die ich euch nicht vorenthalten will.

Was ist »12 in 12« überhaupt?
Die Idee dahinter ist einfach: zwölf Empfehlungen in zwölf Monaten. Ich teile in der Serie Entdeckungen aus verschiedenen Bereichen: Buch-, Film- oder Reisetipps, Texte, Inspirationen und alles, was mir sonst in den Weiten des Internets oder analog begegnet.

Ich freue mich natürlich auch über eure Monatsempfehlungen – sei es in den Kommentare, auf Facebook, per Mail oder auf meinen anderen Kanälen!

1. Buch: Bernhard Schlink – »Der Vorleser«

»Der Vorleser« ist eines dieser Bücher, das ich in einem Rutsch hätte durchlesen können – müsste ich nicht hin und wieder arbeiten oder etwas für die Masterarbeit tun.

Die Geschichte an sich ist recht simpel, aber Schlink schafft es mit seiner Sprache, den Leser vollkommen in den Bann zu ziehen. Von Kritikern wurde der Roman mitunter als »beklemmend«, »einfühlsam«, »traurig«, »wunderbar« und »aufrichtig« bezeichnet. So oder so, es passt wunderbar in den grauen Februar. Am besten einhüllt in eine Decke und mit einer Tasse Tee.

Geeignet für: Bestseller-Sammler und Liebhaber präziser Sprache

2. Film: »Hidden Figures«

Was haben drei schwarze Frauen mit der Mondlandung zu tun? Sehr viel. Bevor ich »Hidden Figures« gesehen habe, habe ich mich nicht sonderlich fürs Weltall oder dergleichen interessiert; »Hidden Figures« schafft es, ein für mich bisher nicht relevantes Thema interessant zu machen, die nerdigen Szenen werden von einer schönen Nebenhandlung begleitet, die Ungerechtigkeit der Segregation wird bildhaft skizziert. Hinzu kommt, dass der Film optisch sehr schön inszeniert und musikalisch von Pharall Williams‘ komponierten Stücken begleitet wird. Alles in allem ein toller Film, den ich euch nur empfehlen kann.

Geeignet für: Feministinnen, Nerds und alle, die einen Sinn für Ästhetik haben

3. Rezept: Couscous-Taboulé

Couscous war mir irgendwie immer etwas suspekt – bis ich dieses Rezept ausprobiert habe. Seit ich in Marokko war, liebe ich es noch mehr. Die Frische der Minze gefällt mir daran besonders.

Für zwei Portionen braucht ihr:

  • 150g Instant-Couscous
  • 200ml Gemüsebrühe
  • 1 Tomate
  • 1/2 rote Zwiebel
  • 1/4 Salatgurke
  • 1/2 rote Paprikaschote
  • 1 EL frisch gehackte Pfefferminze
  • 1 EL frisch gehackte Petersilie
  • Zitronensaft
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Geeignet für: Orient-Liebhaber, die gern verschiedene Gewürze und Kräuter kombinieren

4. Reise: Essaouira

Einen Trip nach Essaouira hatten wir auf unserer Marokko-Rundreise erst gar nicht vorgesehen. Letztendlich wurde das Küstenstädtchen am Atlantik eines unserer Highlights. Denn wo sich Künstler, Hippies und Windsurfer wohlfühlen, kann es gar nicht so schlecht sein.

Ich hätte ewig durch die kleinen Gassen der Medina schlendern oder am Strand den Wellen zusehen können. Ein ganz besonderer Ort.

Mehr über Essaouira lest ihr in diesem Blogpost, den ich kürzlich veröffentlicht habe.

5. DIY: Gold Wire Memo Board

Sobald ich umgezogen bin, setze ich mich an ein paar DIYs. Solange noch nicht sicher ist, wo und wie ich demnächst wohnen werde, ergibt es einfach keinen Sinn, damit zu beginnen. Deswegen muss ich euch diesen Monat wieder mal nur mit einer Idee „versorgen“, die ich dann irgendwann einmal selbst testen mag. Diesen Monat haben es mir vor allem Memo-Boards angetan. Ich bekomme oft schöne Postkarten von Familie und Freunde und würde die gern mehr aufhängen.

Auf Pinterest bin ich auf dieses Gold Wire Memo Board gestoßen. Alles, was ihr braucht, ist ein Drahtgestell (gibt’s im Baumarkt), ein Spray sowie Nägel zum an der Wand Befestigen und kleine Wäscheklämmerchen, um eure Postkarten usw. dran zu klemmen (gibt’s im Bastellladen). Ich würde wahrscheinlich eher ein Kupferspray wählen, die Farbe gefällt mir mehr. Aber an sich hört sich das ganz easy an und dürfte schnell umzusetzen sein – motiviert wäre ich schon mal.

Noch mehr Inspirationen findet ihr auf Pinterest.

6. Text: »Hygge – Im Bootcamp des guten Lebens«

Gemütlichkeit, wie geht das eigentlich? „ZEIT Online“-Redakteur David Hugendick steht nicht besonders auf Kerzen, kann Kaminfeuer nichts abgewinnen und hat keinen Sinn für ästhetische Möbel – in Dänemark versucht er, den „Hygge“-Trend zu leben. Ein netter Text, der Lust auf Urlaub am Meer, an einem verregneten Tag im Bett zu lesen oder selbst mal wieder Kerzen und/oder Kamin anzuzünden. Was soll man im Februar sonst auch machen?

Hier geht’s zum Text.

7. Song: Weezer – »Island in the Sun«

Dieses Lied begleitete mich nach Gran Canaria. Irgendwie hörte ich es schon vor der Reise öfter mal, meine Freundin M. meinte dann unabhängig davon, es sei ihr Gran Canaria-Song. Und so wurde es das Lied, das wir auf unseren Roadtrips über die Insel rauf- und runterhörten. Es passt einfach so gut. Und ich muss immer lächeln, wenn ich es höre, weil es mich an diese wundervolle Zeit erinnert.

Geeignet für: Leute, die gerade etwas Urlaubslaune brauchen. Oder gerade selbst auf einer sonnigen Insel sind.

8. Magazin: »transform«

»Transform« beschreibt sich selbst als Magazin fürs Gute Leben; zum ersten Mal entdeckte ich es in einem kleinen Pop-up-Store zwischen Schanze und Eimsbüttel. Bisher sind gerade einmal drei Ausgaben erschienen, die sich monothematisch mit Arbeit, Empathie und Widersprüchen beschäftigt haben (ich hab nur die Empathie-Ausgabe gelesen).

Die Macher arbeiten ehrenamtlich und wollen »Anstöße für den gesellschaftlichen Wandel geben, ohne die Richtung vorzuschreiben“. Im Heft porträtieren sie Menschen, »die ihr Leben, ihr Umfeld oder die Gesellschaft verändern – und zwar zum Besseren«.

Optisch kommt das Magazin recht schlicht daher, das Papier fühlt sich gut an, Schrift, Grafiken und Bilder werden bewusst eingesetzt.

Geeignet für: »Gutmenschen« auf der Suche nach Gleichgesinnten

9. Fotografie: Bessere Reisefotos

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, mehr zu fotografieren. Auf Pinterest und Bloglovin sammle ich deswegen immer mal wieder Tipps, wie man besser wird. Außerdem werde ich mir wahrscheinlich ein neues Objektiv gönnen – nach über vier Jahren mit meiner Kamera wird das so langsam mal nötig.

Tipps für bessere Reisefotos habe ich zum Beispiel bei Paper Plane gefunden.

10. Blog: Dariadaria

Auf »Dariadaria« bloggt Madeleine Alizadeh beruflich über die Dinge, die sie inspirieren: Dazu gehören Posts übers Reisen, Fair Fashion, Zero Waste, Wien, Veganismus und Nachhaltigkeit. Dass Madeleine professionelle Fotografin ist, merkt man gleich und kommt dem Blog zugute.

Empfehlenswerte Posts:

11. Erkenntnis: Spontan ist am besten

Meine Reisen nach Gran Canaria und Marokko waren sehr spontan, viel Zeit für die Organisation und Planung blieb da nicht mehr. Und auch wenn es manchmal sehr anstrengend war, und wir uns abends im Hotel durch Zugfahrpläne und Hotel-Websites quälten: Es hat sich gelohnt. Diese Reise war so erlebnisreich und schön, ich bin für jede Minute dankbar.

Anfang Februar besuchte mich dann auch noch meine Freundin Cori richtig spontan; auch diese Zeit war sehr schön.

Also warum nicht öfter einfach mal spontan sein und das machen, worauf man wirklich Lust hat? Es lohnt sich, denn meistens bereut man doch nur die Sachen, die man nicht gemacht hat.

12. Inspiration: »Das Salz der Erde«

Im Film »Das Salz der Erde« dokumentiert Wim Wenders das Schaffen und Werk des sozial engagierten Fotografen Sebastião Salgado. Kaum ein Film hat mich sowohl optisch als auch inhaltlich so sehr berührt und inspiriert wie dieser. Jedes Foto ist ein Kunstwerk für sich. Der Brasilianer Salgado zeigt mit seinen Fotos die schrecklichsten und schönsten Aspekte der Erde.

»Ein gutes Porträt fotografiert man nicht – man bekommt es von der Person geschenkt.« – Sebastião Salgado in »Das Salz der Erde«. (ungefährer Wortlaut)

Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten. Schaut ihn euch auch an!

Geeignet für: Menschen, die etwas verändern wollen / sich für Fotografie interessieren / sich selbst sozial engagieren

Was waren eure Entdeckungen im Februar? Was sollte man auf jeden Fall sehen, lesen oder machen? Ich freue mich über Ideen und Anregungen!

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2 Comments

  • Reply
    Leeri
    Februar 26, 2017 at 10:31 pm

    Den Vorleser musste ich in der Schule lesen – aber es war tatsächlich eins der wenigen Bücher aus dem Unterricht, wo mir das Lesen Spaß gemacht hat (naja vom ganzen überüberüberanalysieren mal abgesehen). Definitiv ein gutes Buch!
    Bessere Reisefotos sind immer gut, ich möchte auch gerne besser werden :)
    Spontan sein ist toll, spontane Ideen sind die besten Ideen :)

    • Reply
      copycat
      Februar 28, 2017 at 12:53 am

      Haha ja, wenn man diese Bücher dann im Unterricht auseinander genommen hat, konnten sie noch so gut sein – das macht dann leider kaum Spaß. :)

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