PHOTOGRAPHY

Hamburg im Herbst

So langsam aber sicher verabschiedet sich der Herbst schon wieder. Die letzten Blätter fallen allmählich von den Bäumen. Zeit also, noch einmal ein paar herbstliche Momente einzufangen und mit euch zu teilen. Der Herbst ist für mich die schönste Jahreszeit. Ich liebe natürlich den Sommer am meisten, aber die Farben, das Licht – einfach alles stimmt im Herbst.

Bei einer Großstadt wie Hamburg würde man zunächst gar nicht vermuten, dass man hier so schnell in der Natur ist. Tatsächlich kommt man aber schon in 20 Minuten beispielsweise zum Niendorfer Gehege. Ein anderes Mal waren wir in der Nähe vom Ohlsdorfer Friedhof, im Alstertal. Das war beides sehr schön. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere schöne Orte in der Natur, bei denen man aber ein bisschen mehr Fahrtzeit einplanen sollte – ein paar Ausflugsziele findet ihr zum Beispiel hier.

Ein paar Fotografie-Tipps:

1. Licht, Licht, Licht
Das Schwierige ist natürlich, das Licht zur Golden Hour einzufangen. Da die Sonne immer früher untergeht, muss man ganz schön früh mit dem Fotografieren anfangen. Am besten ist es, wenn wir mind. zwei Stunden vor Sonnenuntergang losgeht – vielleicht sogar noch früher. Da die Sonne so tief stand, hatten wir auch Schwierigkeiten, das Licht einzufangen. Sucht euch also lieber eine große, freie Fläche wie eine Wiese in Waldnähe. Dann habt ihr im Hintergrund immer noch die bunten Bäume, aber dennoch Licht.

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Ich in der Nähe des Niendorfer Geheges

2. Perspektive
Spielt mit der Perspektive. Fokussiert mal den Vordergrund, mal den Hintergrund. Am besten funktioniert das, wenn ihr ein lichtstarkes Objektiv habt und die Blende weit öffnen könnt. So bekommt ihr auch den Bokeh-Effekt im Hintergrund. Ich fotografiere zum Beispiel mit einer Canon 550D mit 50mm und 1,8 Blende. Meistens stelle ich die Blende so auf 2,2 ein.

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3. Bewegungen einfangen
Nur statische Objekte wirken auf Dauer langweilig. Wenn ihr also ein Model habt, versucht, auch mal etwas Bewegung reinzubringen. Lasst die Models zum Beispiel eine Blätterschlacht machen. Wichtig ist natürlich auch hier, dass die Situation nicht künstlich aussieht.

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4. Kontraste
Sucht Kontraste – egal, ob das jetzt Komplementärfarben sind, verschiedene Formen oder Größen. Ich finde besonders Komplementärfarben spannend – also blauer Himmel mit gelbem Baum, rotes Blatt vor grünem Hintergrund. Natürlich sind auch hier der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

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5. Den richtigen Moment abwarten
Manchmal braucht man einfach etwas Geduld. Mal stimmt das Licht nicht, die Person, die ihr fotografiert, hat die Augen zu, usw. Deshalb einfach den richtigen Moment abwarten – manchmal benötigt man für ein gutes Foto tausend Versuche, manchmal ist es direkt der erste.

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6. Auf Details achten
Versucht auch mal, auf kleine Details zu achten und diese einzufangen. Nicht immer ist nur das große Ganze interessant. Manchmal lohnt sich auch ein Blick nach oben oder unten.

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7. Spiegelungen
Ich liebe Spiegelungen. Umso besser, dass im Herbst Spiegelungen ohne Endegibt. Es sollte also nicht so schwer werden, welche auf euren Fotos einzufangen.

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8. Tiere fotografieren
Nur Blätter und Menschen zu fotografieren, wird auf Dauer langweilig. In Hamburg gibt es das Niendorfer Gehege, wo man Rehe und verschiedene Vogelarten beobachten kann. Scheinbar gibt es dort auch Füchse und Hasen, aber die habe ich bisher noch nie gesehen.

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9. Den Spaß nicht vergessen
Es geht nicht darum, das beste Foto zu machen. Stattdessen solltet ihr die Zeit, die ihr draußen in der Natur verbringt, genießen und Spaß haben. Blätterschlachten sind auch noch toll, wenn man kein Kind mehr ist.

Was fotografiert ihr am liebsten im Herbst?

Ein paar Inspirationen für Herbst-Shootings habe ich bei Pinterest hier und hier (zusammen mit einer Freundin) gesammelt. 101 Ideen, was ihr im Herbst alles unternehmen und kochen könnt, findet ihr hier.

Danke an Theresa, Paulina und Antonia, die bei den Shootings dabei waren! War sehr lustig.

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2 Comments

  • Reply
    Charlotte
    November 15, 2015 at 9:22 pm

    Sehr schöne Fotos! Dass es in Hamburg Hasen gibt, wusste ich ja schon (bei meinem Besuch im Frühling dachte ich kurz, wir hätten totaaaales Glück gerade einen zu Gesicht zu bekommen) aber die Rehe sind mir neu :)
    Ich finde, gerade im Herbst ist das Licht für Fotos einfach perfekt!
    GLG Charlotte

  • Reply
    Bilder des Jahres – Copycat
    Dezember 28, 2015 at 9:05 am

    […] gehört im Herbst für mich irgendwie dazu. Umso schöner war es, dass wir trotz des ganzen Uni-Stresses gleich zwei […]

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