SUSTAINABILITY TRAVEL

Nachhaltig(er) Reisen

Spontane Wochenendtrips nach London, Barcelona oder Paris mit dem Flugzeug, lange Flugreisen nach Südostasien, Australien oder Lateinamerika – dass das nicht gerade klimafreundlich ist, dürfte den meisten von uns klar sein.

Nicht zu fliegen, ist für viele keine Option – dennoch gibt es Möglichkeiten, beim Reisen auf seinen ökologischen Fußabdruck zu achten. Insbesondere vor, aber auch während der Reise können wir verschiedene Dinge beachten, um nachhaltig und sozial zu reisen.

So können wir nachhaltiger reisen:

1. Sich Zeit nehmen: lieber einmal lange als mehrmals kurz verreisen

Mit Billigfluglinien, Facebook-Seiten wie Urlaubspiraten und den sogenannten Error Fares ist das Reisen heutzutage für nahezu jeden erschwinglich. Übers Wochenende schnell mal nach Rom? Keine gute Idee.

Denn insbesondere Kurztrips sind sehr schädlich für die Umwelt; denn bei jedem Trip fällt logischerweise die An- und Abreise an.

Gerade der Abflug ist klimabelastend, denn dann verbrauchen Flugzeuge das meiste Kerosin. Hinzu kommt, dass Kurzstreckenflüge oft mit kleineren Maschinen bestritten werden, die oft nicht vollständig belegt sind. 

Im Prinzip gilt: Je weiter der Urlaubsort entfernt ist, desto länger sollte der Aufenthalt dort dauern. Und: Man sollte lieber einmal lange als mehrmals kurz verreisen; damit spart man sich die An- und Abreise.

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Irgendwo zwischen Norwegen und Dänemark

2. Beim Fliegen sparen: Economy Class statt Business oder First Class buchen

Angesichts der Kosten dürfte das leicht umzusetzen sein: Statt Business oder First Class ist es umweltfreundlicher, in der Economy Class zu fliegen.

Denn je mehr Premium-Sitze eine Fluggesellschaft anbietet, desto schlechter die Klimabilanz – zu diesem Schluss kommt ein Report des ICCT* (The International Council on Clean Transportation), der die Emissionen von Transatlantikflügen analysiert hat.

Demnach machen die Sitze in der Business und First Class nur 14 Prozent der Kapazität eines Flugzeugs aus – sie sorgen aber für ein Drittel der Emissionen.

Das erscheint logisch: Denn die Sitze in den teureren Klasse sind beispielsweise größer, sodass weniger Passagiere transportiert werden können. Dementsprechend sollte man auch im Zug nicht die Erste Klasse buchen.

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Unterwegs in Norwegen – mit dem Bus

Nachhaltig reisen – was heißt das eigentlich?
Nachhaltiger Tourismus wird oft auch als »sanfter Tourismus« oder »slow tourism« bezeichnet.

Dahinter steckt das Konzept, möglichst schonend mit der Natur und den Ressourcen umzugehen und gleichzeitig die Natur zu erleben und ein Verständnis dafür zu entwickeln. Außerdem spielt die Sozialverträglichkeit eine große Rolle: Dabei stehen die Menschen vor Ort im Vordergrund. Man sollte die lokale Kultur respektieren, vielleicht auch erleben, und die Locals unterstützen. Denn es geht auch darum, die lokale Wirtschaftskraft der Region zu stärken (Quellen: Bundesamt für Naturschutz, Umweltdatenbank, Lexikon der Nachhaltigkeit).

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3. Moderne Airlines buchen

Die Wahl der Airline beeinflusst mitunter den CO²-Verbrauch. So kommen laut ICCT die Airlines Norwegian, Air Berlin und Aer Lingus beispielsweise zu klimaneutraleren Ergebnissen als Lufthansa, SAS oder British Airways. Grund hierfür sind einerseits moderne Ausstattungen der Fluglinien. Andererseits verfügen diese Maschinen über weniger Premiumsitzen, sodass mehr Menschen transportiert werden können.

Allerdings ist dieses Ergebnis mit Vorsicht zu genießen. Untersucht wurden lediglich Transatlantikflüge; auf Kurzstrecken kann es hingegen ganz anders aussehen. Und: Immer mehr Airlines verbessern ihre Technik.

Es kann auch hilfreich sein, sich mit der Philosophie der Airline auseinanderzusetzen. Inzwischen beschäftigen sich immer mehr Unternehmen mit Nachhaltigkeit.

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Über Bergen

4. Auf (kurze) Zwischenstopps verzichten

Direkte Flüge sind nicht nur angenehmer, sondern auch umweltfreundlicher. Da, wie gesagt, Start und Landung das meiste Kerosin verbrauchen, sollte man auf unnötige Zwischenflüge verzichten.

Ist ein Zwischenstopp unvermeidbar: Wieso nicht den Stopp nutzen, um eine weitere Region kennenzulernen? Also lieber noch ein paar Tage mehr beim Stop-over einplanen. Das hat auch den Vorteil, dass man weniger mit Jetlag zu kämpfen hat und sich schneller an den neuen Tagesrhythmus gewöhnt.

5. Mit wenig Gepäck reisen

Je mehr Gepäck, desto größer der CO²-Ausstoß. Das gilt für alle Reisearten. Dementsprechend lohnt es sich, mit weniger Gepäck zu reisen; ist ja auch gut für den Rücken.

Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways setzte 2009 auf eine eher ungewöhnliche Maßnahme, um Gewicht zu sparen: Sie bat alle Passagiere, vor dem Abflug noch einmal auf Toilette zu gehen. Damit wollte sie den CO²-Ausstoß um 4,2 Tonnen senken. Ob dieses Ziel geglückt ist und ob die Airline ihre Fluggäste immer noch vorm Abflug zum Pinkeln auffordert, konnte ich leider nicht herausfinden. Aber ihr wisst jetzt Bescheid, wenn ihr also vor dem Boarding noch einmal pinkeln müsst – go for it.

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Ålesund von oben

6. Nur elektronische Tickets nutzen

Elektronische Tickets helfen, Müll zu vermeiden. Mittlerweile kann man nahezu jedes Ticket – egal, ob man mit Bus, Zug oder Flugzeug reist – auch als E-Ticket nutzen. Flugtickets mögen ja ganz schön aussehen. Aber mal ganz ehrlich: Wer hebt denn Bus- oder Zugtickets auf?

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7. Doch aufs Fliegen verzichten, nachhaltige Verkehrsmittel und nahe Reisedestinationen wählen

Jede Flugreise ist schlecht für die Umwelt – da gibt es nichts zu beschönigen. Zwar existieren Portale wie Atmosfair, bei denen man seinen Flug „kompensieren“ kann, indem die Betreiber das gespendete Geld in Klimaprojekte stecken – allerdings lassen sich die Schäden einer Flugreise nicht wiedergutmachen. Natürlich sind das gute Initiativen – doch wir können uns nicht einfach „rein kaufen“, das funktioniert so nicht.

Der Hin- und Rückflug von Frankfurt am Main nach Palma de Mallorca beläuft sich zum Beispiel auf 454 Kilogramm CO² – im Vergleich: Das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen beträgt in etwa 2300kg CO² (basierend auf den Daten von Atmosfair). Dementsprechend kommen wir mit diesem Beispielflug schon auf etwa ein Fünftel unseres Jahrespensums.

Insbesondere bei kurzen Strecken unter 800 Kilometer sollte man auf Bus und Bahn setzen, statt das Flugzeug zu wählen. Bucht man früh, findet man auch günstige Tickets. Und klar ist eine Flugreise bequemer, man kommt schneller ans Ziel. Aber man sollte da mal nicht nur an sich selbst, sondern auch an die Umwelt denken.

Für eine Fahrt von Hamburg an den Bodensee nach Hause zahle ich in der Regel 20-25 Euro mit der Bahncard 25. Natürlich muss man für die Strecke mehr Zeit einplanen, sodass Wochenendausflüge nicht wirklich infrage kommen. Für mich ist der Zug dennoch das beste Verkehrsmittel – ich kann während der Fahrt lesen, Musik hören oder einfach nur aus dem Fenster schauen.

Und: Auch in Europa gibt es wahnsinnig viel zu entdecken.

Es muss nicht immer Südafrika, Südostasien oder Lateinamerika sein. Im Juli war ich zum Beispiel für zwei Wochen in Polen – ich hätte nie gedacht, dass das Land so schön und vielschichtig ist. Die Landschaft ist atemberaubend, man kann wandern oder ans Meer fahren, die Städte bieten ein interessantes Kulturangebot und haben ein aufregendes Nachtleben, die Geschichte und Architektur sind spannend und es ist sehr günstig. Warum reist eigentlich kaum jemand nach Polen?

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Bustour durch Norwegen, Aussicht aus dem Fenster

Ökologischer Fußabdruck
Der ökologische Fußabdruck setzt sich aus An- und Abreise (Entfernung, Art der Verkehrsmittel), der Unterkunft (Art, Reisezeitpunkt, Reisedauer), Verpflegung (warme Mahlzeiten; gehobene vs. normale Gastronomie) und den Aktivitäten vor Ort zusammen; zu den Aktivitäten zählen auch genutzte Verkehrsmittel (Quelle: WWF).

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9. Sich über den Urlaubsort im Vorfeld möglichst gut informieren und die Aktivitäten den Bedingungen anpassen

Skifahren in Dubai? Golf spielen mitten in der Wüste? Nachhaltigkeit sieht anders aus. Stattdessen solltest du dich vor der Reise darüber informieren, welche Aktivitäten zu den örtlichen Verhältnissen passen. Sportarten, die besonders viel Wasser oder Energie verbrauchen, solltest du vermeiden. Auch Schutzgebiete sollte man respektieren.

Weitere Infos dazu gibt es beim WWF.

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Statt mit dem Auto lieber mit dem Rad oder zu Fuß die Stadt erkunden

10. Auf All-Inclusive-Reisen verzichten

Die sogenannten Rundum-sorglos-Pakete sind in der Regel günstiger als eine individuell zusammengestellte Reise. Allerdings verdienen die Menschen vor Ort so gut wie gar nichts daran. Das Geld geht an große Tourismusunternehmen. Um die Region wirtschaftlich zu stärken, sollten die Locals daran verdienen können.

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Die coolste Stadtkarte, die ich bisher gesehen habe – von Oslo

11. Nachhaltige Hotels und Unterkünfte buchen

Mittlerweile achten immer mehr Hotels auf Nachhaltigkeit: Sei es, indem sie Obst- und Gemüse selbst anbauen, besondere Filter zur Wasseraufbereitung nutzen oder nur mit lokalen Produkten arbeiten. Selbst kannst du hier auch etwas beitragen, indem du dein Handtuch zum Beispiel nicht täglich wechselst.

Auch wenn es etwas länger dauert: Informier dich über die Unterkunft!

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Die wohl vornehmste Couchsurfing-Adresse Norwegens (bei Bergen)

12. Auf lokale Produkte zurückgreifen und lokale Dienstleistungen in Anspruch nehmen

Importiere Waren legen oft Tausende Kilometer zurück. Besonders auf Inseln sind diese Produkte sehr teuer. Nicht nur ökonomisch gesehen ist es sinnvoller, auf lokale Produkte zurückzugreifen: Es ist auch nachhaltiger. Denn damit unterstützt du die lokale Wirtschaft. Gleiches gilt für Dienstleistungen vor Ort – zum Beispiel, indem man sich von Ortsansässigen die Gegend zeigen lässt.

Auch auf exotische Speisen sollte man verzichten. Neben regionalen Produkten sollte man auch die Saison berücksichtigen.

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Auf Märkte wie die Locals gehen

13. Kein Wasser verschwenden

Gerade in heißen Ländern stellt Wasser eine knappe Ressource dar. Umso wichtiger ist es, sorgsam mit Wasser umzugehen. Häufig gibt es auch am Strand duschen – das Wasser ist zwar etwas kühler, aber führt zu dem gleichen Ergebnis wie die heiße Dusche im Hotel. Und bei der Hitze ist das auch eine angenehme Abkühlung.

14. Vor Ort: Müll vermeiden

Touristen verursachen wahnsinnig viel Müll. Dabei gilt natürlich auch wie zu Hause: Nichts einfach so auf der Straße wegwerfen, wenn möglich, den Müll trennen, recycelbare Produkte verwenden und Einwegverpackungen vermeiden.

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Duschen am Strand ist oft eine gute Alternative – vorausgesetzt, das Wasser wird richtig aufbereitet

15. Lokale Werte und Traditionen schätzen

In vielen Ländern, in denen der Tourismus eine große Rolle spielt, geraten lokale Werte und Traditionen in den Hintergrund. Dabei geht es beim Reisen doch eigentlich darum, Land und Leute kennenzulernen. Also: Lasst euch auf die Sitten und Gepflogenheiten der Einheimischen ein und lernt neue Dingen kennen.

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Der Vorteil, wenn man zu Fuß unterwegs ist: Man kann überall und jederzeit Fotos machen

16. Sich vor Ort zu Fuß, mit dem Rad oder Bus bewegen

Wie daheim gilt auch hier: lieber die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen als das Auto. Zu Fuß und mit dem Fahrrad lernt man fremde Städte sowieso am besten kennen.

Was sind eure Tipps für nachhaltigen Tourismus?

Mir selbst fällt es teilweise echt schwer, nachhaltig zu reisen. Aufs Fliegen zu verzichten, ist für mich die größte Herausforderung. Zu fliegen, ist schnell und bequem – aber eben sehr schädlich für die Umwelt. In diesem Jahr reiste ich für fünf Tage nach Mallorca – nicht gerade gut fürs Klima. Nach Polen fuhren wir dafür mit dem Zug. Im vergangenen Jahr flog ich einmal nach Wien. Ansonsten nutzte ich nur Bus und Bahn, um von A nach B zu kommen. Nach Kopenhagen ging es zum Beispiel mit dem Bus, nach Paris und Prag mit dem Zug. Ich habe kein Auto; in Hamburg nutze ich vor allem die U-Bahn oder gehe zu Fuß. Vor jeder Reise frage ich mich: Gibt es eine nachhaltigere Möglichkeit?

 

*Der ICCT wirkte unter anderem an der Aufdeckung des VW-Dieselskandals mit.

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10 Comments

  • Reply
    Sabine
    November 6, 2016 at 10:58 pm

    Hey Petra,
    supergut recherchierter Beitrag :) Besonders in der zweiten Hälfte waren für mich noch ein paar neue Sachen bzw solche, an die ich vielleicht nicht automatisch gedacht hätte. Ich bin wirklich froh, dass das Bewusstsein für diese Probleme zurzeit wächst und kann kaum glauben, dass ich lange selbst so ignorant war…
    xx

    • Reply
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      November 8, 2016 at 10:40 pm

      Hej Sabine,
      freut mich, dass auch neue Dinge für dich dabei waren :)
      Und ja, früher hab ich mich auch nicht viel damit beschäftigt. Klar, man weiß, dass Fliegen nicht gut für die Umwelt ist. Dass zum nachhaltigen Reisen aber noch viel mehr dazu gehört, lernt man nicht so.

  • Reply
    Christine
    November 10, 2016 at 12:26 pm

    Ich kann dir da bei allem nur zustimmen. Leider habe ich neulich einen Artikel gelesen, in dem aufgedeckt wurde, wie viele Hotels/Unterkünfte das mit dem Nachhaltig ausnutzen. Dafür gibt es nämlich noch keine richtigen Richtlinien, so darf sich einfach jeder nennen und es wird oftmals schwer das von daheim zu entscheiden, ob die das ernst meinen oder nicht.

    Island lohnt sich landschaftlich total!
    Und da wird sehr viel Strom mit Wasser erzeugt. Und heißes Wasser haben die genug. Von dem her sind die recht nachhaltig. ;)

    • Reply
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      November 11, 2016 at 4:02 pm

      Ja, das mit der Transparenz ist immer so eine Sache. Es gibt zwar ein paar Label wie TourCert, Viabono oder Blaue Flagge; aber ja, jeder kann sich im Prinzip als nachhaltig bezeichnen – das ist echt ein Problem. Ich weiß auch nicht, wie nachhaltig AirBnb ist; denn wenn dadurch Wohnraum verloren geht, ist das ja auch nicht sinnvoll. Wenn jemand aber übers Wochenende verreist und seine Wohnung in der Zwischenzeit untervermietet, finde ich das super. Denn so wird die Wohnung weiter genutzt.

      Und ja, Island steht definitiv auf meiner Liste! Das mit dem heißen Wasser ist super.

  • Reply
    MIRJAM
    November 14, 2016 at 9:39 pm

    Was für ein interessanter, super informativer Post! Hab mir ehrlich gesagt – shame on me – noch nie wirklich Gedanken dazu gemacht, aber das wird sich ab sofort ändern!
    Liebst, Mirjam // http://www.miiju.ch

    • Reply
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      November 22, 2016 at 12:40 pm

      Das freut mich, dass ich dich zum Nachdenken angeregt habe :)

  • Reply
    Vie
    November 17, 2016 at 1:33 pm

    Ein sehr interessanter Artikel mit vielen guten Denkanstößen! :-) Unter anderem macht es auch oft Sinn seinen Müll, vor allem Batterien und Ähnliches wieder mit nach Hause zu nehmen. In vielen Ländern ist Mülltrennung noch gänzlich unbekannt.

    xx Vie
    von http://www.viejola.de

    • Reply
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      November 22, 2016 at 12:41 pm

      Das stimmt, Mülltrennung kennen leider viele Länder noch nicht. :) Und gute Idee, die Sachen dann daheim richtig zu entsorgen.

  • Reply
    Katharina
    November 18, 2016 at 10:24 am

    Das ist ein sehr umfangreicher Beitrag aber es klingt immer so schön einfach. Ich wollte mein Auslandspraktikum in Nizza eigentlich auch nicht mit dem Flugzeug erreichen, aber nach mehrtätigen Bus- und Bahnrecherchen gab ich einfach auf – es war doppelt so teuer und dauerte zehn mal so lange. So wird es nix mit nachhaltigem Reisen. Da müssen sich Bus und Bahn auch noch ein bisschen anpassen! Und die meisten deiner Tipps beziehen sich doch einfach auf den allgemeinen Alltag: weniger Müll, mehr regionale Produkte, öffentliche Verkehrsmittel. Beim Reisen damit anzufangen ist wohl das Schwierigste. Ich verlasse nächstes Jahr erstmals den Kontinent und fliege nach Vancouver mit viel CO2 und trotzdem einem guten Gewissen. Nachhaltigkeit fängt schon zu Hause an, die Welt beim Reisen zu retten, kann einem auch den Urlaub verderben.

    Ahoi, Katharina

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      November 22, 2016 at 12:44 pm

      Ja, die Frage ist ja immer: Wie lange ist man vor Ort? Wenn du wirklich längere Zeit an einem Ort bist, dann ist Fliegen auch mal okay. Die Sache ist ja nur, sich darüber bewusst zu sein. :)
      Und klar, daheim sollte man sich über all diese Dinge auch Gedanken machen. Aber ich finde es auch wichtig, besonders in den Orten, die vom Klimawandel betroffen sind/sein werden, noch stärker darauf zu achten, wie ich mich verhalte. Aus Respekt vor Mensch und Umwelt.

      Und das soll auch gar kein Angriff sein. :) Ich denke nur, wenn jeder ein bisschen mehr auf die Umwelt achtet, ist schon viel geholfen. Das sollen einfach nur Tipps sein.

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