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Scènes de Paris

2013 war ich zum ersten Mal in Paris. Anlässlich der Ereignisse von letzter Woche* musste ich mir die Bilder noch einmal anschauen und mir ins Gedächtnis rufen, was ich mit Paris assoziiere: Für mich war es eine pulsierende Metropole, voller bunter Eindrücke von Orten, die ich aus Filmen und Serien kannte, ein Mix der Kulturen, elegant und lebendig zugleich. Ich habe mich dort sicher gefühlt, auch wenn es wie in jeder anderen Großstadt sicher zahlreiche Taschendiebe gibt und Leute, die einem irgendwelche Souvenirs für horrende Preise andrehen wollen.

Wir wohnten nur circa fünf Minuten vom Louvre entfernt. Von unserer Dachterrasse hatte man einen herrlichen Blick auf den Palais Royal, Sonnenauf- und -untergang inklusive. Es war eine glückliche Zeit. Hier ein paar Eindrücke, wie ich Paris in Erinnerung habe.

Das Schönste an Urlaubsfotos sind meiner Meinung nach die kleinen Momente, die man auf der Straße einfängt. Die Menschen, die ihrem eigenen Alltag nachgehen, die sich so verhalten, wie sie sind.

Wir befinden uns in Montmartre, dem wahrscheinlich malerischsten gleichzeitig hügeligsten Viertel von Paris. Vor uns zeigt sich Paris, wie man es sich vorstellt: Schmale Straßen, Männer mit Baskenmützen, eine fabelhafte Aussicht auf die Stadt.

Weiter oben begegnen wir diesen beiden älteren Männer, die vertieft in ihr Schachspiel nichts davon mitbekommen, dass ich sie fotografiere. Ich mag diese konzentrierte Atmosphäre so sehr.

Auf dem Place du Tertre kommt es mal wieder vor, dass ich illegalerweise etwas fotografiere – zum Vergnügen des sympathischen Mannes auf rechten Seite mit der roten Brille. Ups!

Szenenwechsel: Sacré-Cœur. Als wir die große, weiße Basilika verlassen, werden wir vom Geigenklang dieses Mannes begrüßt. Um uns rum sind viele andere Touris, die sich gegenseitig ablichten. Auch nett anzusehen: die vielen Selfies.

Noch einmal zurück zum Place du Tertre. In akribischer Feinstarbeit fertigt diese Frau ihre Bilder an. Sie sind so schön, dass ich am liebsten mein ganzes Zimmer damit dekorieren würde.

Zu guter Letzt: Die Hand eines fliegenden Händlers, der versucht, einen seiner tausend Eiffelturm-Figuren zu verkaufen. Teilweise etwas nervig, aber sie gehören genauso zu Paris wie die Männer mit der Baskenmütze, die Frau mit ihren Kunstwerken oder die konzentrierten Schachspieler.

Wie geht ihr mit Paris um? Was für Fotos macht ihr auf Reisen?

*Natürlich passieren täglich noch viel mehr schreckliche Dinge – die möchte ich nicht vergessen oder klein reden. Dennoch macht Paris etwas anderes mit mir und scheinbar auch mit vielen anderen. Vielleicht weil wir zum ersten Mal merken, wie es ist, wenn der Terror in Europa ist? Ich weiß es nicht.

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11 Comments

  • Reply
    Jochen
    November 23, 2015 at 12:57 am

    Wunderschöne Bilder, besonders das mit den Schachspielern!
    Paris zur Zeit ist leider immer noch etwas stiller als sonst, aber der Zusammenhalt ist nur noch stärker geworden, wirklich beeindruckend – und das Leben kehrt langsam zurück :)

  • Reply
    herzballon
    Dezember 7, 2013 at 4:59 pm

    Tolle Bilder :)
    Hast du all diese Leute hinterher gefragt, ob es okay sei das du die Bilder verwendest ?
    Das würde ich mich nämlich niemals trauen. Manchmal mache ich auch Bilder von anderen Menschen (unauffällig versteht sich ;)) aber ich poste sie nicht, da ich keine Erlaubnis dazu habe :)
    Anneke ♥

  • Reply
    Mara
    Dezember 5, 2013 at 6:50 pm

    Hach, Paris ist einfach super! :))

  • Reply
    Ninjutsu
    Dezember 4, 2013 at 10:08 pm

    Oh dieses Foto mit den beiden schachspielenden Männer ist so wundervoll, irgendwie total berührend. Ich hätte mich wahrscheinlich gar nicht getraut sie zu fotografieren. Meine bisherigen Fotos auf Reisen sind eigentlich ziemlich schlecht. :D Ich bin einfach total untalentiert. :D Vielleicht liegt es auch ein bisschen an der Kamera, aber größtenteils wohl auch an mir. Manchmal bin ich einfach zu faul die Kamera überall mit hin zu schleppen, vor allem wenns im Urlaubsland total heiß ist.

  • Reply
    Sóley
    Dezember 4, 2013 at 7:32 pm

    Ach, Paris muss richtig schön sein :) Leider war ich bisher immer nur in Südfrankreich :)

  • Reply
    Ariane
    Dezember 4, 2013 at 2:33 pm

    Wunderbar! Solche Bilder sind tausendmal schöner als die typischen Touri-Fotos – und zeigen viel mehr von einer Stadt. Wobei ich selbst solche Fotos eher in meiner Heimatstadt mache – da kenne ich mich besser aus und weiß eher, was ich wo einfangen möchte. Und ich kann einfach losgehen und fotografieren, ohne darauf achten zu müssen, auch die Zeit zu genießen, verstehst du, was ich meine? :D Wie immer das Problem – gute Fotos machen oder sich einfach auf die schöne Zeit konzentrieren?

    • Reply
      anothercopycat
      Dezember 4, 2013 at 4:23 pm

      Ich versteh' was du meinst; allerdings hatte ich in Paris nicht das Gefühl, dass ich weniger von der Stadt mitbekommen hätte und ich hatte auch so eine schöne Zeit ;) man muss einfach die richtige Balance zwischen Fotografieren und Zeit genießen finden :)

  • Reply
    annosarusrex
    Dezember 4, 2013 at 2:10 pm

    richtig tolle bilder, direkt aus dem leben! sehr schön :) das finde ich auch immer besonders schön! mag so tourifotos garnicht…find's toll, wenn man die menschen beobachtet, die wirklich dort leben :) und kleine details, architektur, tiere… sowas mag ich :)
    liebste grüße,
    maze

  • Reply
    Blaubarschmaedl
    Dezember 4, 2013 at 12:19 pm

    Was für wunderbare Fotos. Mein Paristrip ist mittlerweile schon 7! Jahre her und ich will so sehr wieder zurück, zumal ich längst nicht alles gesehen habe.

  • Reply
    Anonym
    Dezember 4, 2013 at 9:38 am

    Ich würde mich etwas unwohl dabei fühlen, einzelne Menschen zu fotografieren. :D Aber solche Alltagsszenen wie das bunte Treiben in den Straßen halte ich auch gerne fest. Ansonsten bin ich eigentlich eher jemand, der Architektur und Landschaft fotografiert.

  • Reply
    diefahrradfrau
    Dezember 4, 2013 at 8:47 am

    Richtig schön! Ich mag deine Detailansichten ja sowieso immer gern. Und diese Alltagsdetails sind so wie du es sagst: einfach "echt" und deshalb so schön.
    Liebe Grüße

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