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Things to do and see in Copenhagen

Bunte Häuser, viele Fahrräder, schickes Design – so stellte ich mir Kopenhagen vor; und eigentlich lag ich mit meinen Erwartungen gar nicht mal so falsch. Dass es im Juli dort allerdings so kalt sein würde, wir trugen teilweise Stirnband und Mütze, hätte ich nicht gedacht. Den Bikini hätte man getrost daheim lassen können. Stattdessen waren wir froh, wenn die Sonne hinter der Wolkendecke mal hervorkam und es nicht regnete. Insgesamt hatten wir dann aber doch Glück mit dem Wetter, denn mit Regen mussten wir nur an einem Tag klarkommen. Wir verbrachten insgesamt fünf Tage in Kopenhagen. Das hat gereicht, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und um ein paar Museen anzuschauen. Allerdings wäre ein Tag mehr schön gewesen, um sich ein bisschen treiben zu lassen und zu entspannen. Wir haben nämlich voll das Power-Sightseeingprogramm abgelegt, haha.

Jetzt aber zum Wesentlichen: Was kann man in Kopenhagen machen und anschauen?

1. An den farbenfrohen Fassaden am Nyhavn entlang spazieren
Die Gegend um den Nyhavn, der Neue Hafen, hat mir mit am besten gefallen. Allein wegen der bunten Häuser lohnt sich ein Abstecher hierher. Wir waren zuerst auf der anderen Seite bei der Oper und sind dann mit der Fähre auf die andere Seite gekommen. Lasst euch von den Menschenmengen nicht abschrecken: Wir dachten erst, es sei super voll und später stellte sich dann raus, dass alle am Ufer saßen und der Weg zwischen den Häusern und dem Wasser nahezu leer war.

Nyhavn2
2. Den Runden Turm besteigen
Der Runde Turm, Rundetårn, ist ein architektonisches Highlight, was man sich nicht entgehenlassen sollte. Oben hat man eine schöne Aussicht über die gesamte Stadt und selbst wann man Höhenangst hat, fühlt man sich durch den breiten Weg oben sicher.
Runder_Turm

3. Teuren Kaffee trinken und etwas Süßes essen
Ja, Kopenhagen ist teuer, das wussten wir. Dass es aber unmöglich sein würde, einen Kaffee unter fünf Euro zu finden, das hätten wir auch nicht gedacht. Immerhin: Wir haben die ganzen Tage nie schlechten Kaffee getrunken. Dazu noch eine Zimtschnecke oder ein Fruchttörtchen und so kann man sich das Mittagessen auch sparen.
Fruchttörtchen
4. In der Metro ohne Fahrer fahren
Ja, richtig gelesen. In Kopenhagen gibt es eine fahrerlose Metro. Das ist zunächst erst einmal super creepy, aber irgendwie ist es auch sehr cool. Und natürlich wollten alle immer ganz vorne sitzen – denn: Es ist, als würde man Achterbahn fahren. Natürlich viel langsamer. Einmal, da sind wir gleichzeitig mit zwei älteren asiatischen Herren in die Metro gestürmt – und wir mussten alle voll grinsen, weil wir’s nach ganz vorne geschafft haben. Manchchmal bedarf es eben keinerlei Worte.

5. In den vielen Parks spazieren gehen
Ehrlich gesagt hätte ich gar nicht gedacht, dass Kopenhagen so grün ist! Tatsächlich gibt es recht viele Parks und Grünflächen. Empfehlen kann ich besonders den Botanischen Garten und die Gartenanlagen rund um das Rosenborg Slot. Ein schöner Ausgleich zu dem ganzen Trubel in den engen Gässchen der Innenstadt. Und überall gibt es wunderschöne Blumen! Ich habe mich eigentlich nie so für Blumen interessiert und eigentlich fotografier ich auch selten Blumen – aber in Kopenhagen habe ich gefühlt tausend Fotos gemacht von den ganzen Blumen, haha. Außerdem lohnt sich ein Abstecher ins Tropenhaus.

Blumen

Hinkommen
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, von Hamburg nach Kopenhagen zu kommen. Mit dem Zug dauert die Fahrt circa fünf bis sieben Stunden (je nach Verbindung); wenn man frühzeitig bucht, kann man bereits Angebote ab 19 Euro pro Strecke finden. In der Regel zahlt man pro Strecke 29-39 Euro (mit Bahncard spart man natürlich noch mal etwas). Am besten, ihr bucht so früh wie möglich – in der Regel kann man das Ticket bis zu 90 Tage vorher kaufen. Wir entschieden uns, den Fernbus zu nutzen. Einfach, weil wir den Trip relativ kurzfristig geplant haben und das die günstigste Option war. Pro Person zahlten wir 38 Euro für die Hin- und Rückfahrt; billiger geht es wohl kaum. Natürlich kann man auch nach Kopenhagen fliegen; ich finde es allerdings immer fragwürdig, auf so kurzen Strecken das Flugzeug zu nutzen. Die Fahrt mit dem Bus dauerte auch um die fünfeinhalb bis sieben Stunden – also alles noch im Rahmen.

6. Dänisches Design bewundern
Kopenhagen ist vermutlich die Design-Stadt schlechthin. Nahezu jedes Café, jedes Restaurant und jeder kleine Laden sieht stylish aus. So kam es auch, dass wir öfter mal einfach vor irgendwelchen Läden stehen blieben – und die Schaufensterfotografie quasi perfektionierten. Auf jeden Fall sollten ihr auch einen Besuch im Designmuseum in Kopenhagen! Das ist bisher eines der tollsten Museen, in denen ich war. Es gibt einfach so viele Erfindungen, die aus Dänemark kommen – egal, ob beim Möbeldesign oder der Spielzeugproduktion und man entdeckt einfach so vieles in dem Museum, was man irgendwie kennt, aber bei dem man nie wusste, woher. Und: Studenten kommen sogar kostenlos rein.

Design
7. In eines der zahlreichen Museen gehen
Neben dem Designmuseum waren wir auch noch im Jüdischen Museum und in den Øksnehallen, ein kulturelles Zentrum mit wechselnden Ausstellungen. Das Jüdisches Museum war sehr interessant, aber natürlich auch bedrückend. Die Architektur des Gebäudes ist auch sehr sehenswert – sowohl von innen als auch außen; das Interieur wurde vom amerikanischen Architekten Daniel Libeskind entworfen, der auch schon das Jüdische Museum in Berlin entworfen hat. In den Øksnehallen wurde gerade eine Fotografie-Ausstellung von Søren Solkær; da hatten wir echt Glück: Er hat die Künstler von Graffitis porträtiert, indem er sie vor ihren Kunstwerken abgelichtet hat – kompliziert zu beschreiben, am besten ihr schaut mal auf seiner Homepage vorbei und macht euch selbst ein Bild. Jedenfalls ein sehr beeindruckendes Gebäude und die Fotos waren echt sehr stark.

Jüdisches Museum

Im Hintergrund: das Jüdische Museum

8. Die Viertel Frederiksstaden, Christianshavn und Nørrebro anschauen
Die schönsten Viertel sind meiner Meinung nach Frederiksstaden, Christianshavn und Nørrebro. In Frederiksstaden sind so die wichtigsten Attraktionen: Amalienborg Slot, Kastellet, Nyhavn, Rosenborg Slot, die kleine Meerjungfrau und noch vieles mehr. Insgesamt wirkt es hier ziemlich aufgeräumt; uralte Prachtbauten dominieren hier so das Stadtbild. In Christianshavn hat mir besonders der Kanal gefallen, der bis zur Oper führt. Außerdem waren wir auf der Christians Kirke, einer Kirche mit einer ziemlich schrägen Aussichtsplattform. Nichts für Menschen mit krasser Höhenangst! Dadurch, dass die Plattform oben so schräg ist, fühlt man sich nicht gerade sicher. Und das, obwohl wir nur auf der ersten Ebene waren; ganz hoch haben wir uns gar nicht getraut – muss man also mögen. Nørrebro ist nicht ganz so touristisch, das hat mir sehr gefallen. Wir haben hier einen leckeren Kaffee bei The Coffee Collective getrunken und sind ein bisschen durch die Straßen geschlendert. Es gibt ein paar nette Geschäfte, insgesamt ist es schon sehr hip. Wenn ich noch einmal nach Kopenhagen komme, möchte ich auf jeden Fall noch mal dorthin und noch mehr Fotos machen. Besonders toll sind aber auch die ganzen Arbeiterviertel!

Christianshavn
Arbeiterviertel

Kaffee

Kaffee bei The Coffee Collective

Unterkommen
Kopenhagen zählt zu den teuersten Hauptstädten Europas, Hostelzimmer (Schlafsaal!) à 30 Euro sind keine Seltenheit. Umso glücklicher konnten wir uns schätzen, dass wir eine schöne, kleine Wohnung über Airbnb gefunden hatten. Zwar nicht ganz im Zentrum, aber die Lage war ruhig und wir fühlten uns sicher. Mit dem Bus war man in 15-20 Minuten am Hauptbahnhof. Wir zahlten letztendlich für vier Nächte 247 Euro für zwei Personen (inklusive Gebühren), also 123,5 Euro pro Person (= 30,88 Euro pro Nacht/pro Person). Besser konnte es eigentlich nicht sein, denn so konnten wir abends zuhause kochen und sparten ziemlich viel.

9. Die kleine Meerjungsfrau und Christiania ignorieren
Ja, ich habe mich davor informiert und wusste, dass die Kleine Meerjungfrau echt klein ist. Aber so klein? Ähnlich ging’s mir damals schon mit den Bremer Stadtmusikanten, als wir immer gen Himmel geschaut haben und am Ende hätten wir einfach nur geradeaus blicken müssen. Wie dem auch sei: Es hat ich trotzdem gewundert, dass die Meerjungfrau das Wahrzeichen Kopenhagens ist. Die Stadt hat so viel mehr zu bieten! Naja. Von Christiania, eine alternative Wohnsiedlung, die quasi als autonome Gemeinde gilt, war ich auch etwas enttäuscht. Ich hatte mir das so als bunte Hippie-Stadt vorgestellt, die noch sehr alternativ ist und als Insidertipp gilt; stattdessen werden da ganze Gruppen mit Touristen durchgeschleust und man sieht teilweise echt die Abgründe der Menschheit… Also klar, man kann es sich mal geben. Aber so ein Highlight von Kopenhagen ist es (leider) nicht mehr.

Kleine-Meerjungfrau
10. Ein Smørrebrød essen
Allein wegen des Namens solltet ihr unbedingt ein Smørrebrød essen. Was das ist? Sozusagen die dänische Antwort auf unsere belegten Brote oder Stullen, wie sie mancherorts genannt werden – allerdings mit sehr viel mehr Belag. Genauer gesagt so viel Belag, dass man das Brot (meistens Vollkorn) darunter nicht mehr sehen kann. Ich hatte im Café Din Nye Ven eine Variante mit Avocado, Sesam, Mandeln und Limette. Einfach nur mega lecker! Danach würde man sich allerdings am liebsten rollend fortbewegen. Meine Schwester hatte eine Variante mit Lachs, die auch ziemlich gut aussah (wenn man denn Fisch isst…).

Smorrebroed
11. Einen Ausflug nach Dragør machen
Mein größtes Highlight war definitiv unser Ausflug nach Dragør. Dragør, das ist eine Kleinstadt, 12 Kilometer von Kopenhagen entfernt und auf der Insel Amager gelegen. Wir haben wahrscheinlich von jedem dieser gelb-orangefarbenen Häuser ein Foto gemacht. Wirklich alles ist hier fotogen. Und natürlich könnt ihr auch einfach am Hafen und der Promenade entlang laufen. Außerdem gibt es einen kleinen Hügel, von dem aus man eine ganz nette Aussicht hat – erinnerte fast schon ein bisschen an Caspar David Friedrich.

Dragor2
Dragor
12. Ans Meer gehen
Bei der Wahl unseres Apartments war es uns wichtig, dass wir es nicht weit in die Stadt und ans Meer hatten. Von unserer Wohnung aus dauerte es zu Fuß circa 20 Minuten, bis wir am Meer waren. Natürlich war es viel zu optimistisch, Bikinis mitzunehmen. Aber ich liebe es einfach bei jedem Wetter, am Meer zu sein. Wenn ihr also auch eher die Strand- als Bergmenschen seid: Geht ans Meer. Ihr werdet es nicht bereuen. Denn was gibt es Schöneres, als das Brechen der Wellen zu hören, die Füße in den Sand zu graben und den Blick auf den endlosen Horizont zu richten?

 

Ein von Petra (@kopyakedi) gepostetes Foto am

Meer

Seid ihr schon mal in Kopenhagen gewesen? Was sind eure Must-Sees?

Die Fotos hat teilweise meine Schwester gemacht – danke dafür! :)

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15 Comments

  • Reply
    URSULA
    Februar 12, 2016 at 2:49 pm

    HALLO!
    DANKE FÜR DIE SUPER COPENHAGEN TIPPS. ICH WERDE IM MAI DORTHINREISEN DA KANN ICH DIESE SEHR GUT GEBRAUCHEN! HERZLICHE GRÜSSE

    • Reply
      copycat
      Februar 18, 2016 at 12:00 am

      Hej Ursula,
      schön, dass ich dir helfen konnte :) Eine schöne Reise!

  • Reply
    Claudia
    Februar 28, 2016 at 9:38 pm

    Bei Kopenhagen muss ich immer an die leckeren Zimtschnecken und unsere Erkundungstouren mit den Rädern denken. Wir haben damals auch einen Tagesausflug nach Malmö gemacht und sind über die nicht enden wollende Öresundbrücke gefahren. Was ein netter Trip war.

    • Reply
      copycat
      Februar 29, 2016 at 1:08 am

      Oh ja, nach Malmö würde ich auch super gerne mal :) vielleicht beim nächsten Mal. Und ja, die Zimtschnecken sind verdammt lecker :D

  • Reply
    Kerstin
    Februar 28, 2016 at 9:45 pm

    Ach wie schön! Leider war ich nur ein viiiiel zu kurzes Wochenende in Kopenhagen. Aber ich muss nochmal hin, soviel ist sicher! Schließlich muss ich mir ja u.a. noch Dragør anschauen (das merk ich mir!). Meine Tipps wären Fahrradfahren (Kopenhagen ist eine der fahrradfreundlichsten Städte Europas) und der Freizeitpark Tivoli. Ich weiß letzteres klingt merkwürdig, aber schau es Dir bei Deinem nächsten Besuch mal an. Du wirst es nicht bereúen!
    Liebe Grüße,
    Kerstin

    • Reply
      copycat
      Februar 29, 2016 at 1:10 am

      Ja, Kopenhagen ist echt toll. Irgendwann gehe ich bestimmt auch noch mal hin :) Tivoli hat mich leider gar nicht so angesprochen, sind auch bewusst nicht hin. Aber das ist wohl einfach Geschmackssache. Und zum Radfahren war es leider zu kalt. Aber beim nächsten Mal sicher :) gehört echt irgendwie dazu

  • Reply
    Alexandra
    Februar 29, 2016 at 9:44 am

    Liebe Petra,

    nach Kopenhagen will ich schon seit Jahren, am liebsten im Sommer, um meine Zimtschnecke draußen zu essen :-). Nach Deinem Bericht und den schönen Fotos muss ich das jetzt einfach mal in die Tat umsetzen! Deine Fotografie ist übrigens großartig!

    Liebe Grüße,
    Alexandra

  • Reply
    Gordana
    Februar 29, 2016 at 4:50 pm

    Liebe Petra,

    toller Bericht! Ich muss definitiv wieder nach Kopenhagen, denn ich merke wieviel ich NICHT gesehen habe :-)
    Lieber Gruss,
    Gordana

  • Reply
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