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THINGS TO DO AND SEE IN: LISSABON

Lissabon – in diese Stadt kann man sich eigentlich nur verlieben. Die gelben Straßenbahnen aus dem vergangenen Jahrhundert, das bunte Viertel Alfama, Leute, die ihre Wäsche aus dem Fenster hängen, kleine Straßencafés, ewig lange Shoppingmeilen, die Fischer am Ufer des Tejos, die vielen Touristen, die vor einem im Weg stehen bleiben, um Selfies zu machen und das verrückte Ausgehviertel Bairro Alto – Lissabon ist so wahnsinnig vielfältig.

Heute teile ich die Highlights meiner Reise in die portugiesische Hauptstadt mit euch.

Lissabon gehört zu diesen Städten, in denen man manchmal das Gefühl hat, dass die Zeit stehen geblieben ist. Die Floskel „Tradition trifft Moderne“ trifft auf diese südeuropäische Stadt so unglaublich zu. Zum einen begegnet man immer noch Fischern, die sich am Tejo ihr Abendessen angeln. Oder faltige Großmütterchen, die sich wagemutig aus dem Fenster lehnen, um im bunten Viertel Alfama ihre Wäsche aufzuhängen. Zum anderen ist die portugiesische Hauptstadt modern wie die meisten anderen Metropolen Europas: Hier kommen Touristen und Einheimische in den hippen Straßencafés zusammen, das Nachtleben ist so verrückt wie in kaum einer anderen Stadt, in der ich bisher war. Und genau diese Mischung macht für mich den besonderen Reiz Lissabons aus.

BBoca do Inferno und Cascais (6)

Fischer in der Nähe von Cascais

Auch hier hatten wir Glück und kamen via Couchsurfing erst bei João und dann bei Miguel für die Tage unter; dementsprechend kann ich euch leider keine Unterkünfte empfehlen. Couchsurfing war für uns die beste Option: Zum einen, weil wir dadurch natürlich einiges sparten; zum anderen – und das war mit das Beste an der ganzen Reise – weil uns unsere Hosts die Stadt aus ihren Augen zeigten. João steckte uns zum Beispiel gleich, nachdem wir angekommen waren, in sein Auto und fuhr mit uns an den Strand etwas außerhalb von Lissabon (genauer gesagt an die Ribeira d’Ilhas, ein wunderschönes Fleckchen Erde, mit einer malerischen Bucht und großen Wellen, die Windsurfer-Herzen höher schlagen lässt). Auf dem Rückweg zeigte er uns noch weitere Highlights in der Umgebung Lissabons: Es ging noch an die Boca do inferno, nach Mafra und Cascais. Aber dazu gleich mehr. Von Miguel bekamen wir noch eine Tour durch die Innenstadt Lissabons; abends nahm er uns mit seinen Freunden zum Feiern mit – ein unvergesslicher Abend. Schließlich machten wir noch einen Tagesausflug nach Sintra. Aber der Reihe nach.

AN DIE PRAIA DE RIBEIRA D’ILHAS FAHREN

Es gab vermutlich keinen besseren Start für unsere Portugal-Reise als diesen Trip ans Meer. Der Strand der Ribeira d’Ilhas liegt ungefähr 50km von Lissabon entfernt, aber der Ausflug lohnt sich – besonders, wenn man selbst surft.

Ribeira d'Ilhas Lissabon Guide
Wir verbrachten den Nachmittag in der Sonne und mit Fotografieren, während João und sein Freund surften. Es war ziemlich windig, aber auch sehr schön. Anschließend tranken wir noch ein Bier auf der Terrasse der kleinen Strandbar dort. Solltet ihr wirklich mal hinfahren, macht auf jeden Fall noch einen Halt am Miradouro Ribeira d’Ilhas – ein Aussichtspunkt mit schönem Blick auf die Bucht (Bild oben).

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Praia de Ribeira d’Ilhas

BOCA DO INFERNO

Die Boca do Inferno (dt.: Höllenmund) ist eine Schlucht in der Nähe von Cascais (circa 30-40km von Lissabon entfernt). Das Besondere hieran: Das Wasser des Atlantiks wird in die Schlucht gespült und bei Flut werden die Wellen weit nach oben geschleudert. Bekannt wurde diese Schlucht übrigens durch die Suizide von dem britischen Dichter Aleister Crowley und dem Dichter Guilherme de Faria; also eigentlich ein eher schauriger Ort.

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Auf dem Weg zur Boca do Inferno

Am schönsten ist es hier kurz vorm Sonnenuntergang, wenn die rot-orangefarbenen Sonnenstrahlen im Meer gespiegelt werden. Ja, etwas Kitsch gehört auf so einer Reise auch dazu.

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Die Boca do Inferno in der Nähe von Cascais

MAFRA

Auf der Rückfahrt von der Ribeira d’Ilhas machten wir noch einen kurzen Stopp in Mafra; die Kleinstadt ist an sich nichts Besonderes – wäre da nicht der Palácio Nacional de Mafra, die größte Schloss- und Klosteranlage Portugals. Der Barockbau liegt circa 40-50km von Lissabon entfernt, ist aber wirklich sehenswert: Das Gebäude ist 220m lang (also fast zwei Fußballplätze lang) und hat auf einer Fläche von 38.000m² 1200 Räume. Leider waren wir nicht drinnen, aber allein von außen war der Bau schon ziemlich imposant.

Palácio National de Mafra

Palácio National de Mafra

DURCH ALFAMA SPAZIEREN

Alfama ist meiner Meinung nach das schönste Viertel Lissabons. Unterwegs hat man immer mal wieder einen schönen Blick auf den Tejo, ganz oben thront die Burg Castelo de São Jorge. Das Viertel ist schön bunt und gibt einen authentischen Blick in das alltägliche Leben Lissabons. Lasst euch einfach überraschen.

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Alfama

Unterwegs in Alfama

AUF DIE BURG CASTELO DE SÃO JORGE

Auch wenn man in Lissabon von verschiedenen Aussichtspunkten einen wunderbaren Blick über die Stadt hat, lohnt sich ein Besuch im Castelo de São Jorge. Hier könnt ihr einfach mal etwas entspannen, es euch auf einer der Wiesen oder Mauern gemütlich machen und den Touris beim Posieren zuschauen.

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PASTÉIS DE BELÉM ESSEN

Es gibt vermutlich keinen besseren Start in den Tag als mit Natas und Galão. Die besten Natas bekommt ihr in Belém, die berühmten Pastéis de Belém – Zuckerschock garantiert, aber es lohnt sich so sehr.

BPasteis de Belem (1)
DEN SONNENUNTERGANG AN EINEM DER MIRADOUROS ANSCHAUEN

Ja, auch kitschig, ich weiß. Aber auch schön: den Sonnenuntergang an einem der acht Miradouros (dt. Aussichtspunkt) anschauen. Abends versammeln sich hier alle, egal, ob Touristen oder Einheimische. Manchmal spielt jemand etwas auf der Gitarre, die meisten haben Bier oder Wein dabei. Eine ganz besondere Atmosphäre.

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BSonnenuntergang (5)
EINEN AUSFLUG NACH SINTRA MACHEN

Sintra liegt ungefähr 25km von Lissabon entfernt, mit dem Zug ist man ziemlich schnell dort (circa 30min, Hin- und Rückfahrt kosten in etwa 5 Euro). Bekannt ist der Ort für die malerische Altstadt und die Paläste und Schlösser drum herum. Leider sind wir recht spät losgegangen, sodass wir die letzte Schlössertour verpasst haben, aber es war trotzdem schön. Wir haben eine kleine Wanderung durch die Wälder in der Umgebung gemacht, mit Blick auf die Schlösser und die schöne Altstadt Sintras. Ich muss definitiv noch einmal herkommen, um mir den Rest anzuschauen.

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DAS NACHTLEBEN IM VIERTEL BAIRRO ALTO ERLEBEN

Das Nachtleben in Lissabon ist besonders: Das Bar-Hopping ist quasi Nationalsport. Gemeinsam mit unserem Couchsurfing-Host Miguel und seinem Freund Helton stürzten wir uns ins Nachtleben. Die Portugiesen trinken bei jeder Bar nur kurz einen Schnaps und ziehen dann weiter. Ab und zu gibt’s auch mal einen Caipi oder ein Bier; nach mehreren Stopps ist man auf jeden Fall gut dabei. Was ich schön fand: Das Nachtleben spielt sich vor allem auf den Straßen des Bairro Alto ab, man kommt leicht ins Gespräch. Am Ende hatten wir noch vier, fünf andere Leute dabei, das war sehr lustig.

EINFACH TREIBEN LASSEN

Das Schönste an einer Reise ist für mich, wenn man sich einfach mal treiben lässt und nichts plant. Genau das haben wir in Lissabon gemacht und es war toll. Später haben wir uns aber schon etwas gefragt, was wir da eigentlich alles unterwegs gesehen haben. Miguel hat uns dann aber noch mal die Highlights gezeigt, sodass wir am Ende ein ganz gutes Bild von der Stadt hatten.

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Und sonst so?

Lissabon bietet natürlich noch viel mehr. Sehenswert sind zum Beispiel der Torre de Belém, das Kloster Mosteiro dos Jerónimos, der Arco da Rua Augusta und vieles mehr. Die meisten Sachen haben wir nur von außen gesehen, weil wir so wenig Zeit hatten, waren wir zum Beispiel auch gar nicht in Museen oder Galerien – aber dafür war’s auch einfach zu schön draußen.

BSonnenuntergang (6)
Wart ihr schon mal in Lissabon? Wenn ja, was waren so eure Highlights? Freu mich übrigens immer über Feedback – egal, ob es Lob oder Kritik ist oder ihr eine Frage zu etwas habt.

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2 Comments

  • Reply
    Monique
    Dezember 28, 2016 at 1:11 pm

    Hallo Petra,
    leider war ich bisher noch nicht in Portugal, aber ich möchte unbedingt einmal hin.
    Vor allem natürlich nach Lissabon und Porto (danke für die zwei Artikel).
    VG, Monique

    • Reply
      copycat
      Januar 3, 2017 at 3:54 pm

      Liebe Monique, das freut mich! Portugal ist ein so schönes Land – wenn du also mal die Chance hast, geh unbedingt hin :)

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