TRAVEL

Things to do and see in Hamburg

Seit etwas mehr als einem Jahr wohne ich jetzt in Hamburg. Inzwischen kamen mich schon viele Leute besuchen, sodass ich mehrmals die Touri-Sachen abgeklappert hab und behaupten kann, dass ich mich hier einigermaßen auskenne. Dieses Pseudowissen möchte ich heute mit euch teilen – meine Tipps, was man in Hamburg sehen und machen sollte:

1. Schanzenviertel
Meine Tour fange ich für gewöhnlich im Schanzenviertel an. Einfach, weil es vor ein paar Wochen das nächste zu meiner Wohnung war. Mittlerweile wohne ich zwar nicht mehr in unmittelbarer Schanzen-Nähe, aber ich würde dennoch hier anfangen. Die Stimmung dort gefällt mir, es ist immer etwas los und es gibt immer etwas zu sehen. Für gewöhnlich geht es dann die Schanzenstraße runter, einmal die Susannenstraße hoch bis zum Schulterblatt und schließlich Richtung Neuer Pferdemarkt. Zwischendurch sollte man einen Halt bei der Roten Flora machen, eventuell auf ein Stück Kuchen bei Herr Max vorbeischauen oder einfach nur durch die Gegend schlendern und sich treiben lassen.

Herr Max_2

Herr Max

Abends bin ich gerne in der Katze auf einen Caipi oder im Goldfischglas.Wenn die beiden Bars zu voll sind, geht es weiter zum Haus73 (vorne etwas trinken, hinten kickern und tanzen) oder notfalls zu den Herren Simpel bzw. zu den beiden Sofa Bars. Vor Kurzem war ich auch im Berliner Betrüger, ist auch ganz nett da. Wem es in der Schanze generell zu voll ist, dem kann ich auch die Bars in der Bellealliancestraße (Gloria, Nowa Huta usw.) oder das John Lemon (hat auch eine Kegelbahn) empfehlen. Im Sommer war ich auch hin und wieder zum Sonnen und Lesen im Schanzenpark. Empfehlenswert ist auch die alternative Hamburgtour.

Schanze (3)a
2. Karoviertel und Planten un Blomen
Von der Schanze aus geht es weiter ins Karoviertel. Am liebsten laufe ich durch die Beckstraße, wo es bei Azeitona die besten Falafeln in Hamburg geben soll. Auf dem Weg kommt man auch am Neuen Kamp vorbei, wo jeden Samstag der Flohmarkt Flohschanze stattfindet.

Flohmarkt (3)a

Flohschanze

Im Karoviertel reicht es eigentlich, wenn man die Marktstraße runter Richtung Messehallen läuft. Manche Querstraßen lohnen sich auch. Links und rechts von der Marktstraße sind viele kleine Geschäfte und Cafés. Empfehlenswert sind Gretchens Villa zum Kaffeetrinken und Peacetanbul zum Essen.

Karoviertel (1)a

Weisheiten im Karoviertel

Direkt in der Nähe vom Karoviertel ist auch der Park Planten un Blomen. Von Mai bis Anfang Oktober finden hier die Wasserlichtkonzerte statt – lohnt sich auf jeden Fall, kostet auch nichts.

Planten un Blomen (1)a

Planten un Blomen im Herbst

Gleich daneben ist der Heinrich-Hertz-Turm, Hamburgs Fernsehturm. Seit 2001 ist der Telemichel, wie der Fernsehturm auch genannt wird, allerdings nicht mehr für die Öffentlichkeit als Aussichtsplattform nutzbar. Schade!

Fernsehturm_a

Der Fernsehturm

3. City Center: Rathaus und Jungfernstieg
Als Nächstes würde ich mit der U2 zum Jungfernstieg fahren. Entweder, ihr lauft einmal um die Binnenalster rum und geht dann weiter zur Außenalster, oder ihr geht einfach direkt weiter zum Rathausmarkt – einen Blick auf die Alster solltet ihr dennoch werfen. Anschließend könnt ihr weiter in Richtung Große Bleichen, Hanseviertel und Gänsemarkt laufen.

Alster und Rathaus (1)a

Das Hamburger Rathaus

Zum Mittagessen eignen sich zum Beispiel das schwäbische Lokal Zum Spätzle (gibt auch vegane Gerichte) oder das vietnamesische Restaurant Quan Do. In der Nähe sind außerdem das Thalia Theater (nette Bar oben!), die Mönckebergstraße (zum Shoppen und wahnsinnig werden wegen der vielen Menschen), der Hauptbahnhof, das Museum für Kunst und Gewerbe (tolle Ausstellungen!) und die Deichtorhallen (noch tollere Ausstellungen!). Wer’s etwas alternativer mag, kann im Gängeviertel vorbeischauen; ab und zu finden hier auch Konzerte statt.

Alster und Rathaus (3)a

Die Binnenalster

4. Hafencity, Speicherstadt und Deichstraße
Zu den wichtigsten Must Sees gehören zweifelsohne die Hafencity und die Speicherstadt. Auf dem Weg dahin solltet ihr auch noch einen Stopp in der Deichstraße einplanen – hier sieht Hamburg ein bisschen so aus wie Amsterdam.

Deichstraße (2)a

Die Deichstraße

Der Kontrast zwischen Speicherstadt und Hafencity fasziniert mich jedes Mal. Die alten Backsteingebäude finde ich aber tausend Mal spannender. Dennoch solltet ihr auch mal kurz beim Spiegel und der Elbphilharmonie vorbeilaufen.

Speicherstadt (5)a

Speicherstadt mit Elbphilharmonie im Hintergrund

In der Nähe sind außerdem das Miniatur Wunderland (ist ganz cool) und der Dungeon (war noch nie drin, kann also nicht viel dazu sagen). Auch der Oberhafen ist einen Abstecher wert. Leckeren Kaffee gibt’s in der Kaffeerösterei.

Miniatur Wunderland (1)a

Im Miniatur Wunderland

5. Michel und Portugiesenviertel
Der Michel bzw. die St. Michaelis Kirche, wie der eigentliche Name lautet, gehört auch zum Touri-Programm. Ehrlich gesagt, war ich noch niemals oben. Stattdessen lohnt sich auch ein Besuch in der St. Nikolai Kirche – die Aussicht ist super und es gibt auch noch ein kleines Museum, wo ihr etwas über Hamburg im zweiten Weltkrieg erfahrt.

St. Nikolai Kirche (3)a

Hamburg von oben – von der St. Nikolai Kirche aus

Gleich neben dem Michel erstreckt sich das Portugiesenviertel. Hier könnt ihr euch durch portugiesische, italienische und spanische Köstlichkeiten probieren. Ich war mal im Casa del Sabor, das war ganz gut. Leckere Natas gibt es im Café del Sol. In der Nähe ist außerdem auch das Café Johanna.

Cafe Johanna

Café Johanna

6. Landungsbrücken aka Hafen
Ich würde euch empfehlen, vom Baumwall aus zu den Landungsbrücken zu laufen. An sonnigen Tagen ist hier wahnsinnig viel los, es gibt meistens in 100 Metern Abstand Straßenmusiker und überhaupt viel zu sehen. Wenn ihr eine Hafenrundfahrt machen möchtet, aber nicht viel Geld habt, könnt ihr auch einfach mit der Linie 62 eine Runde drehen (Abfahrt bei Brücke 3 an den Landungsbrücken, Richtung Finkenwerder).

Hafen (26)

An den Landungsbrücken

Am Hafen selbst gefällt es mir eigentlich immer – egal, ob an sonnigen oder regnerischen Tagen, morgens, mittags oder abends. Man kann sich auf eine der vielen Bänke setzen und einfach nur die Schiffe und passierenden Menschen beobachten. Oder einmal von Brücke zu Brücke gehen. Oder Fischbrötchen und Pommes essen. Oder ein Bier trinken. Oder der Sonne beim Untergehen zugucken.

Hafen (9)a
7. Alter Elbtunnel
Ich bin immer ewig am Eingang vom Alten Elbtunnel vorbeigelaufen, ohne wirklich zu realisieren, dass hier der Tunnel anfängt. Irgendwann habe ich’s dann aber doch kapiert – der Tunnel ist direkt neben dem Ausgang Landungsbrücken, kurz vorm Hard Rock Café. Es ist auch schön, wenn man Hamburg dann mal von der anderen Seite sieht. All zu viel mehr gibt es nicht dazu sagen – lauft einfach selbst mal durch.

Alter Elbtunnel (1)a

Im Alten Elbtunnel

8. Elbstrand
Mit der Linie 62 (Hafenfähre) gelangt ihr auch nach Övelgönne. Von da aus ist es nur noch ein Katzensprung zum Elbstrand. Auch schön: Einmal entlang der Häuser vorbeischlendern oberhalb des Elbstrands. Oder einfach nur die Füße in den Sand stecken und die Sonne bei einem Bier genießen.

Elbstrand (1)a

Der Elbstrand

Elbstrand (2)

Spaziergang oberhalb des Elbstrands

Elbstrand (3)

Sonnenuntergang – auf dem Weg zur Fähre an der Haltestelle Övelgönne

9. Reeperbahn, Beatles-Platz und St. Pauli im Allgemeinen
Was wäre Hamburg ohne ein Besuch in St. Pauli? Wahrscheinlich nichts. Jedenfalls gehört es dazu, einmal die Reeperbahn zu runterzulaufen. Vorbei an den Tanzen Türmen, am Panoptikum (kleines Wachsfigurenkabinett, ist ganz nett), der Boutique Bizarre (angeblich gibt es im unteren Stockwerk auch Särge… wer’s mag), dem Hamburger Berg (Weggehstraße), Hans-Albers-Platz (da kann man auch weggehen), dem Silbersack (eine der ältesten Kneipen), der Ritze (im unteren Stock wird immer noch geboxt) bis hin zum Beatles-Platz und der Großen Freiheit (für das gewisse Ballermann-Feeling).

St. Pauli (1)a

Beatles-Platz mit großer Freiheit im Hintergrund

Gut brunchen kann man im Café May, leckere Cupcakes gibt’s in der Zuckermonarchie, osteuropäische Leckereien in der Kuchnia, ganz entspannt etwas Trinken geht gut in der Möwe und und und.

Zuckermonarchie (1)a

Cupcake und Macaron in der Zuckermonarchie

10. Sonstiges
Natürlich gibt es noch tausend weitere Dinge in Hamburg zu sehen. Ottensen ist toll, das Treppenviertel soll sehenswert sein (ich hab’s aber noch nie hingeschafft), alles in Alsternähe ist eigentlich schön und sonst gibt es auch wahnsinnig viel zu sehen und erleben.

Hamburg in a nutshell:

  • Die besten Franzbrötchen: in der kleinen Konditorei
  • Die besten Mexikaner: in der Wilden Hilde (dort gibt es übrigens auch einen Spielautomaten, auf dem man Pac Man spielen kann – ähnlich also wie das Hallo Werner in Augsburg)
  • Die besten Fischbrötchen: auf dem Fischmarkt
  • Die besten Pommes: in der kleinen Pause

Alster und Rathaus (14)a

Seid ihr schon einmal in Hamburg gewesen? Was sind eure Tipps?

You Might Also Like

5 Comments

  • Reply
    Janine
    Februar 28, 2016 at 5:13 pm

    Hamburg….ich liebe Hamburg. Von Berlin mit dem ICE ja echt ein Katzensprung. Deswegen sind wir da auch öfter mal.
    Danke für die vielen schönen Tipps. Einiges kannte ich schon..aber noch nicht alles. Das Dungeon kann ich übrigens nur empfehlen. :)
    Und wenn wir in Hamburg sind geht es jedes mal (Pflichtprogramm für uns!) zum Happykappy Cupcake Laden. Da sschmecken die Cupcakes himmlisch..man kann sich alles genau so zusammenstellen wie man möchte…richtig lecker.
    http://www.kappchenkuchencompany.com.de/
    Planten & Blomen habe ich erst letztes Jahr entdeckt…aber ist ja auch schön, wenn Hamburg immer wieder für neue Überraschungen gut ist :-)
    LG Janine

    • Reply
      copycat
      Februar 29, 2016 at 1:12 am

      Oh cool, die Cupcakes muss ich unbedingt mal probieren :) Sieht sehr lecker aus! Haha, auch für mich gibt es immer wieder etwas zu entdecken. Das liebe ich so an der Stadt.
      Liebe Grüße :)

  • Reply
    Oliver
    Februar 28, 2016 at 2:21 pm

    Wow, ein toller Bericht. Ich war auch schon sehr oft in Hamburg, habe aber anscheinend noch nicht alles gesehen. Danke für die Tipps.

    • Reply
      copycat
      Februar 28, 2016 at 2:26 pm

      Gerne! Ich werde irgendwann auch noch einen zweiten Post schreiben, mittlerweile kenne ich einfach noch so viele tolle Plätze, Restaurants, Cafés und Bars mehr. :)

  • Reply
    Paleica
    November 12, 2015 at 9:26 am

    hamburg ist einfach eine wundervolle stadt. ich war erst zweimal da, aber ich komme bestimmt wieder.

  • Leave a Reply