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Warum Vorsätze fürs neue Jahr gut sind

„Hast du eigentlich Vorsätze fürs neue Jahr?“ – „Nee, daran hält sich doch eh keiner!“

Wenn ich meine Freunde und Bekannte nach ihren Vorsätzen frage, fällt die Antwort meist ähnlich aus. Für viele sind Vorsätze offensichtlich Quatsch.

Natürlich ändert sich mit dem Kalenderblatt nicht gleich das ganze Leben, allerdings finde ich Vorsätze trotzdem sinnvoll. Denn wenn man gar keine Pläne hat, nichts vom Jahr erwartet, auf nichts hofft, wofür lebt man dann eigentlich?

Zudem können Vorsätze dabei helfen, strukturierter an lang aufgeschobene Projekte ranzugehen. Sie helfen, sich (realistische) Ziele zu setzen und den Fokus wieder auf die Dinge zu richten, die man in letzter Zeit vielleicht etwas vernachlässigt hat.

Außerdem geben sie neue Motivation. Manchmal ist es schön, noch mal von vorn beginnen zu können und richtig durchzustarten.

Vielleicht ist auch nur das Wort »Vorsatz« negativ konnotiert. Denn Pläne und Träume hat doch jeder irgendwie, oder?

Tipps, wie man seine Vorsätze auch umsetzt:

  • Konkrete Ziele setzen: je konkreter, desto besser. Am besten überlegt man sich vorher, was man konkret erreichen möchte, bis wann und wie man dahin gelangt (z.B. was man dafür braucht).
  • Realistische Ziele setzen: Damit die Ziele auch umzusetzen sind, sollte man klein anfangen. Wenn man zum Beispiel jeden Tag bis 19 Uhr arbeitet, ist es eher unrealistisch, dass man danach noch fünfmal die Woche zum Sport geht.
    Besser also, wenn man sich überlegt, was man gut in seinen Alltag integrieren kann, wie die eigenen Gewohnheiten sind und wie sich die Ziele damit in Einklang bringen lassen.
  • Nur wenige Ziele setzen: Dass man sein ganzes Leben von heute auf morgen ändert, ist ebenfalls unrealistisch. Lieber also ein bis zwei Projekte in Angriff nehmen und auch durchziehen, anstatt zig Baustellen anzufangen.
  • Die Macht der Gewohnheit austricksen: eine andere Studie spricht von 66 TagenGewohnheiten brauchen Zeit. Nach drei bis vier Wochen kann man bereits Routinen entwickeln, – das Durchhaltevermögen am Anfang zahlt sich also irgendwann aus.
  • Sich belohnen: Erreicht man ein Ziel, sollte man sich belohnen. Belohnungen helfen nämlich dabei, Routinen zu etablieren und in Gewohnheiten umzuwandeln. Mit den Vorsätzen kann man also auch gleich überlegen, wie man sich für Sachen belohnt, die man vielleicht nicht ganz so gerne macht.

Die beliebtesten Vorsätze der Deutschen

Das Forsa-Institut analysiert in einer Studie jährlich, was sich die Deutschen vornehmen. Im Auftrag der DAK-Gesundheit werden dabei 3000 Menschen befragt. Auf Platz eins steht dabei mehr Entspannung, gefolgt von mehr Zeit mit Familie und Freunden (57 Prozent). Gesündere Ernährung und mehr Bewegung gehören zu den Dauerbrennern im Ranking (beide über 50 Prozent). Auffällig ist, dass immer mehr Menschen in Deutschland mehr Zeit offline verbringen möchten – bereits jeder Fünfte listet das als Ziel auf. Die vollständige Liste der Top-Vorsätze findet ihr hier.

Eine gute Nachricht gibt es bei der bundesweiten, repräsentativen Umfrage auch noch: Laut der Umfrage hat es 2016 jeder Zweite geschafft, seine Vorsätze für mindestens vier Monate durchzuziehen. Wir können also doch noch hoffen!

Was sind meine Vorsätze?

Gefühlt gibt es immer zig Sachen, die ich gerne erreichen würde – unabhängig vom Jahreswechsel. Am wichtigsten ist für mich 2017 aber:

  • Meinen Master abzuschließen
  • Einen Plan für nach dem Master finden
  • Viel Zeit mit Freunden und Familie verbringen
  • (Noch) mehr reisen – im Januar geht’s noch nach Gran Canaria und wahrscheinlich Marokko, ich freue mich schon sehr!
  • Fitter werden – früher habe ich täglich 0,5 – 1,5 Stunden Sport gemacht; da mir das fehlt, will ich wieder mehr Sport machen
  • Mehr (Bücher) lesen – das habe ich während des Studiums etwas vernachlässigt, weil ich da ohnehin schon viel lesen musste
  • Meinen Konsum noch weiter verringer, weniger Plastik verbrauchen, noch mehr darauf achten, woher meine Sachen kommen

Habt ihr Vorsätze? Und wenn ja, wie sehen sie aus und wie wollt ihr sie erreichen?

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1 Comment

  • Reply
    Sabine
    Januar 3, 2017 at 9:41 pm

    Oh, Marokko! Wie toll, viel Spaß da :)
    Total schöner und wichtiger Artikel, mir geht dieser (Pseudo?)Pessimismus auch total auf den Keks!
    Klar sollte man immer Pläne und Träume aushecken, aber soll ich es mir an Neujahr jetzt verbieten, nur weil es Neujahr ist? Ist doch cool, die Stimmung zu nutzen…
    xx

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