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Zur Blütezeit in die Lüneburger Heide

Allmählich lassen die Kopfschmerzen nach, das Flackern in den Ohren auch. Die Woche war stressig. Wie sehr, das hat mich mein Körper spüren lassen. Also nehme ich mir eine Auszeit und fahre in die Natur. Genauer gesagt, in die Lüneburger Heide. Noch genauer: nach Undeloh. Und schon nach kurzer Zeit draußen merke ich, wie es mir besser geht. Wie sich die Muskeln entspannen, die Schmerzen nachlassen. Und ich dieses lila Pflanzenmeer vor mir richtig wahrnehme.

Blühende Lüneburger Heide - Nahaufnahme von Erika-Pflanzen
Blühende Heide im August

Hinkommen

Von Hamburg aus dauert es circa eine Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Lüneburger Heide. Mit dem Metronom kommt ihr vom Hauptbahnhof aus nach Buchholz bzw. Tostedt; von dort fährt der kostenlose Heideshuttle. Am besten ist es, wenn ihr davor noch mal die Zeiten checkt – der Shuttle fährt nämlich nur alle zwei Stunden und leider auch nicht so lange; das erschwert es, möchte man bei Sonnenuntergang fotografieren.

Ab Undeloh startet die kleine Wanderung zum Wilseder Berg und zurück
Der Wanderweg ist die meiste Zeit eben

Undeloh

Bevor ich in die Heide gefahren bin, habe ich in meinem „Rentner-Reiseführer“, wie ich ihn nenne, und online etwas recherchiert (unter anderem hat Eva von be fabulous hier darüber gebloggt). Dabei bin ich auf Undeloh gestoßen – davor habe ich noch nie davor gehört.

Jedenfalls wohnen in dem kleinen Örtchen in der Heide knapp tausend Einwohner. In der Nähe befindet sich der Wilseder Berg – mit 169,2 Metern die höchste Erhebung in der Lüneburger Heide. Da ich in der Nähe der Alpen großgeworden bin, kann die Bezeichnung „Berg“ nicht so ernst nehmen. Wirklich anstrengend war der „Aufstieg“ auch nicht.

Die blühende Heide in ihrer ganzen Pracht; Blick vom Wilseder Berg, dem höchsten Punkt der Lüneburger Heide.
Blick vom Wilseder Berg in ein lilafarbenes Meer

Eigentlich hatte ich mir im Vorfeld eine feste Route ausgesucht und wollte dem Heidelehrweg folgen. Aber wie das so ist: Ich bin eher intuitiv losgegangen und habe dann die Wege gewählt, die ich am ansprechendsten fand. Erst später bin ich den Schildern zum Wilseder Berg und am Ende Richtung Undeloh gefolgt. So kam ich schließlich auf 15 Kilometer – statt geplanten acht.

Aber wie gesagt, es gibt ja keine wirklich krassen Steigungen und die Wege sind auch mit sehr wenig Kondition super machbar. Viele Familien hatten auch Kinderwagen dabei (gut, das ist bei manchen Waldwegen vielleicht weniger spaßig – aber es geht auf jeden Fall).

Detailaufnahme einer blühenden Erika-Pflanze
Unterwegs halte ich immer wieder an, um ein paar Fotos wie dieses zu machen

Insgesamt hat sich der Ausflug absolut gelohnt. Viele Strecken hatte ich komplett für mich. Und dieses Meer aus lila Erika-Pflanzen ist einfach nur wunderschön.

Außerdem kann ich endlich wieder einen Punkt von der Bucket Liste von 2019 streichen – im Frühjahr war ich zur Kirschblüte im Alten Land, jetzt endlich zur Blütezeit in der Lüneburger Heide. Mein nächster Rentnerausflug geht dann vielleicht wieder ans Meer – wie im Mai, als ich nach Heiligenhafen gefahren bin.

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