TRAVEL

ALLEINE VS. MIT ANDEREN REISEN

Die meisten reisen mit einem Freund bzw. einer Freundin, dem Partner oder ihrer Familie – ich nicht. Zwar hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn mich jemand begleitet hätte; letztendlich war’s aber auch alleine eine ziemlich coole Zeit. Und richtig alleine war ich ja auch nicht – denn ich habe dort die wohl tollsten Menschen überhaupt kennengelernt. Noch immer stehe ich mit meinen Freunden, die ich dort gefunden habe und die für mich wie eine Familie waren, in Kontakt. Das ist mir auch sehr wichtig, denn mit niemandem sonst kann ich so schön in Erinnerung schwelgen, wenn ich von Neuseeland spreche.

Während der Reise hatte ich sehr viel Zeit, (über mich selbst) nachzudenken. Und zu schreiben. Ich habe unglaublich viel geschrieben. Immer wieder musste ich mir neue Kugelschreiber kaufen, weil ich sie einfach leer geschrieben habe… Das Schreiben halt mir, mit all‘ den neuen Eindrücken besser umgehen zu können. Gleichzeitig konnte ich auch Dinge verarbeiten, die nicht ganz so rosig verliefen. Wie dem auch sei, jedenfalls hab ich irgendwann eine Liste geschrieben, ob das Reisen alleine oder gemeinsam schöner ist. Hier ist sie:

Was dafür spricht, gemeinsam zu (ver)reisen:
+ man hat immer jemandem zum Reden
+ es ist jemand da, wenn etwas passiert
+ der andere kann mal schnell aufs Zeug aufpassen (besonders am Flughafen nützlich!)

– man muss viele Kompromisse machen und Rücksicht nehmen (nicht unbedingt schlecht, kann aber sehr anstrengend werden…)
– es kann zu Streits kommen und die Beziehung kann sich verändern
– man findet nicht so gut Kontakt zu anderen, da man total auf die andere Person fixiert ist
– man erweitert seinen Horizont wahrscheinlich nur sehr gering

Was dafür spricht, alleine zu (ver)reisen:
+ man ist unabhängig und kann machen, was man möchte und wann man möchte
+ man wird selbstständiger und offener gegenüber Neuem
+ man ist gezwungen, die Sprache des Landes zu sprechen bzw. mit anderen zu kommunizieren
+ man erweitert ungemein seinen Horizont und lernt sich selbst besser kennen

– man muss ständig auf alles selbst aufpassen
– man hat mehr Verantwortung
– man kann mit niemandem die Erinnerungen teilen
– man hat weniger Fotos von sich selbst

Wie man sieht, haben beide Seiten ihre Vor- und Nachteile. Ich bin froh, dass ich alleine losgezogen bin. So konnte ich viel über mich selbst lernen und kann stolz auf mich sein, dass ich es ohne Hilfe geschafft habe. Allerdings bin ich auch zeitweise mit meinen Freunden dort gereist, was sehr, sehr schön war. Nach Neuseeland war ich ja noch sieben Wochen in Asien mit einem Freund. Dorthin wiederum wäre ich nicht gerne alleine rumgereist. Mit der Sprache ist das ja immer so ne Sache in Asien; in Neuseeland war das hingegen kein Problem. Deswegen würd‘ ich auch jedem raten, der sich unsicher ist, alleine zu reisen, den Schritt mal zu wagen. Wenn man möchte, findet man unterwegs nämlich immer Anschluss.

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4 Comments

  • Reply
    Koleen
    September 26, 2012 at 9:45 am

    Drei A5 Blöcke? Wow, da musst du ja wirklich einiges erlebt haben….
    Ich hoffe, dass ich irgendwann auch mal die Möglichkeit zu so etwas haben werde – es klingt wirklich toll!

    Viele Grüße,
    Koleen

  • Reply
    [ekiém]
    September 25, 2012 at 6:28 pm

    Kein Tee Fan? :) Muss ja auch nicht jeder sein :> Wäre blöd!
    Unterschiedliche Geschmäcker sind doch toll! :D

    Liebste grüße
    ekiem :>

  • Reply
    Apfel Sanderson
    September 25, 2012 at 7:01 am

    Wo hast du diese Notizen denn gemacht und die Kugelschreiber leer geschrieben? :) Hast du ein Erinnerungsbuch? *gespanntschau*

    • Reply
      anothercopycat
      September 25, 2012 at 3:50 pm

      Also ich hab immer per Hand Tagebuch geschrieben, hab ja keinen Laptop dabei gehabt… :) Sind in der Zeit drei A5-Blöcke voll geschrieben worden :D

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